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Hier hätte Helmi Schonner den Ehering ihres verstorbenen Mannes Jakob nie erwartet: Die Gaißacherin ist überglücklich, denn sie hat das lange vermisste Erinnerungsstück im Holzstapel vor ihrem Haus entdeckt.

Erinnerungsstück lag zwischen dem Brennholz 

Helmi Schonner aus Gaißach im Glück: Auch der zweite Ehering ist wieder da 

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Die Geschichte um die verlorenen Eheringe der Gaißacherin Helmi Schonner hat viele Menschen gerührt. Jetzt ist das Happy End komplett, und sie kann den Ring ihres verstorbenen Ehemannes Jakob und ihren eigenen wieder zusammen an einem Finger tragen. 

+++Update 18. Februar 2019 +++  

Im selben Holzstapel vor dem Haus, in dem Helmi Schonner in Januar unvermutet den lange vermissten Ehering ihres Mannes Jakob gefunden hatte, entdeckte sie nun etwas weiter unten auch ihren eigenen wieder. Zur Erinnerung an ihren 2004 verstorbenen Gatten hatte Helmi Schonner immer beide Ringe zusammen an einer Hand getragen. Seit einem März-Tages des Jahres 2018 hatte sie die Ringe vermisst - und damit eine im Isarwinkel beispiellose Suchaktion ausgelöst.

Bericht vom 23. Januar 2019:

Gaißach – So intensiv wurde vermutlich im Isarwinkel noch nie nach verlorenen Gegenständen gesucht: Nachdem die Gaißacherin Helmi Schonner ihren Ehering sowie den ihres verstorbenen Mannes verloren hatte, kam ihr sogar eine ganze Truppe von Hobby-Sondengängern zu Hilfe. Zunächst schienen alle Bemühungen umsonst. Nun aber hat die Geschichte, die viele Leser rührte, ein glückliches Ende gefunden – allerdings ganz anders als erwartet.

„Ich habe den Ring meines Mannes wiedergefunden“, berichtet die 80-Jährige freudestrahlend. Es passierte, als Helmi Schonner dieser Tage vom vor dem Haus gelagerten Stapel Brennholz nach drinnen bringen wollte. „Auf einmal sehe ich, dass da etwas blinkt“, sagt sie. „Ein Griff, und ich hatte den Ring in der Hand.“ Beim genauen Hinschauen stellte sich heraus, dass es sich um den Ring ihres Mannes Jakob handelte, mit dem sie über 40 Jahre verheiratet war. Nach seinem Tod 2004 trug Helmi Schonner seinen und ihren eigenen Ring zusammen an einem Finger – bis sie an einem März-Tag des Jahres 2018 feststellte, dass die Ringe weg waren. Helmi Schonner ging fest davon aus, dass ihr die Ringe bei einem Spaziergang in den Greilinger Filzen beim Ausziehen der Handschuhe heruntergefallen waren. Dass sie möglicherweise am selben Tag Holz aufgeschichtet hatte, daran erinnert sich Helmi Schonner nicht konkret.

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Auf die Berichterstattung des Tölzer Kurier hin hatte sich die Interessengemeinschaft „Die Schatzretter“ bei der Gaißacherin gemeldet. Deren Hilfe gipfelte darin, dass im September 30 „Schatzsucher“ aus ganz Oberbayern und Österreich anreisten, um mit Metalldetektoren die Wiesen entlang des Spazierwegs abzusuchen. Das blieb ohne Ergebnis.

„Erleichtert“ reagiert nun auch Adrian Aigner von den „Schatzrettern“ darauf, dass zumindest ein Ring an anderer Stelle wieder aufgetaucht ist. „Vor allem freue ich mich für Helmi Schonner, das ist das Allerwichtigste“, sagt er und merkt humorvoll an: „Wenn ich eine Horde von Leuten mit so teuren Sonden über eine Wiese treibe und keiner was findet, dann heißt das entweder, dass wir zu doof sind oder dass die Ringe dort einfach nicht waren.“ Er ist froh, dass sich jetzt Letzteres bewahrheitet hat.

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Noch größer aber ist die Freude bei Helmi Schonner. „Ich habe den Ring abgeküsst und fühle mich als Glücksbringer des neuen Jahres“, sagt sie. Die Gaißcherin ist nun überzeugt, dass auch der zweite Ring noch irgendwo zwischen den Holzscheiten liegt. 

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