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1200 Jahre Gaissach 

Das ganze Dorf ist auf den Beinen

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„Wir würden am liebsten sofort loslegen“, sagt Peter Margreiter vom Festkommitee zur 1200-Jahr-Feier in Gaißach. Offizieller Auftakt der großen Geburtstagsfeier ist am Dienstag, 15. August.

Gaißach – Dass sich etwas Großes anbahnt, das können Passanten schon sehr bald sehen. Dann nämlich, wenn am kommenden Dienstag das Festzelt im Gaißacher Gemeindeteil Wetzl aufgebaut wird. Es sind die Vorbereitungen für die 1200-Jahr-Feier.

„Wir haben zum Glück Erfahrung mit dem Zeltaufstellen“, sagt Peter Margreiter, Chef des Organisationskommittees. „Es ist das dritte in einem Jahr. Bisher hat immer alles super geklappt.“ Bei der Euphorie, die derzeit im Dorf herrsche, glaubt er, dass es kein Problem sein wird, genügend Freiwillige zu finden. „Jeder freut sich, dass es endlich soweit ist.“

Mit „jeder“ ist tatsächlich das ganze Dorf gemeint. Denn alle werden auf den Beinen sein, wenn die großen Festtage anstehen. Am Feiertag Mariä Himmelfahrt (Dienstag, 15. August) ab 10 Uhr heißt es im Zelt „Ein Dorf stellt sich vor“. „Wir haben die Vereine gebeten, dass sie sich vorstellen und Gebräuche und Traditionen von uns in Gaißach präsentieren“, sagt Margreiter. Dafür werden über 20 verschiedene Stände aufgebaut.

Die Schulen, die Feuerwehr, verschiedene Vereine, Kirchenchor und Schnapsbrenner: Sie alle haben sich etwas Besonderes ausgedacht. Der Handwerkerverein führt verschiedene Arbeiten vor: Pferde beschlagen, Drechseln, Nähen, Sticken und Zimmerei. Die Gebirgsschützen zeigen, wie Boschen gebunden und Patronen gefertigt werden. Daneben gibt es ein „Super-Rahmenprogramm für Kinder“, so Margreiter, mit Schminken, Quiz und Spielen.

Am Donnerstag, 17., und Freitag, 18. August, ist „Tag der Generationen“ und „Tag der Nachbarschaft, Vereine und Betriebe“. Das Festzelt ist jeweils ab 19 Uhr geöffnet, für Musik ist gesorgt.

Der große Festabend ist am Samstag, 19. August, ab 20 Uhr geplant. Hierfür haben die Gaißacher eine Vorführung ihrer Geschichte in Theaterform geplant.

Als Höhepunkt folgt Sonntag darauf die Feldmesse mit dem anschließenden großen historischen Umzug. „Wir rechnen mit etwa 1000 Leuten, die da auf den Füßen sind“, sagt Margreiter. Alle Ortsvereine, aber auch alle Musikvereine aus den umliegenden Isarwinkler Gemeinden haben sich angekündigt. „Das spricht für die gute Nachbarschaft“, freut sich der Organisator.

Ins Zeug legen sich auch die jüngsten Gaißacher. Die Schulkinder stellen beim Festzug Szenen aus der Pest-Zeit und die Pandurenhorde nach. „Dafür haben sie detailgetreue Kostüme bekommen“, verrät Margreiter. Die Anprobe haben sie bereits erfolgreich bewältigt. Viele weitere Aspekte der Gaißacher Geschichte werden die Besucher zu Gesicht bekommen. „Es sind zahlreiche Festwägen und Gefährte“, sagt Margreiter und ergänzt: „Wir reißen alles, was in den Scheunen steht, heraus und zeigen, mit was in Gaißach gearbeitet wird und wurde.“

Der Festzug wird aber nicht, wie ursprünglich geplant, eine zweite Schleife durch den Ortsteil Mühl machen. „Das würde zu lange dauern“, sagt Margreiter. „Wir gehen direkt von der Feldmesse ins Zelt.“


Das Festprogramm

Dienstag, 15. August

Ab 10 Uhr: Große Ausstellung im Festzelt der Vereine und Einrichtungen über Traditionen und Gebräuche in Gaißach.

Donnerstag, 17. August

Tag der Generationen, es spielt „Jörg Bollin und das Mährische Feuer“, Einlass 19 Uhr, Eintritt frei.

Freitag, 18. August

Tag der Nachbarschaft, Vereine und Betriebe, es spielt die Blaskapelle „Schabernack im 12er Pack“, Einlass ab 19 Uhr, Eintritt frei.

Samstag, 19. August

Festabend im Zelt, Große Feier zur Ersterwähnung Gaißachs vor 1200 Jahren, Musik von der Gaißacher Musikapelle, Beginn: 20 Uhr.

Sonntag, 20. August

Festtag mit historischem Umzug; 9 Uhr: Kirchenzug; 10 Uhr: Feldmesse mit anschließendem Festzug; ab ca. 11 Uhr: Festzeltbetrieb mit den Isarwinkler Musikkapellen.

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