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Über eine Turnhalle würden sich viele kleine und große Sportler in Gaißach freuen.

Gemeinde will Schul- und Vereinssport stärken 

Viel Beifall für Gaißacher Hallen-Pläne

Gaißach will eine neue Mehrzweckhalle bauen. Diese Pläne wurden jetzt den Delegierten des Sportclubs vorgestellt.

Gaißach Träume und deren Verwirklichung liegen oft nicht weit auseinander. So beendete Handball-Abteilungsleiter Uli Gilgenreiner seinen Jahresbericht bei der Delegiertenversammlung des SC Gaißach mit den bekannten Worten von Martin Luther King: „I have a Dream“.

Dass Gilgenreiner damit an den Bau einer dringend erforderlichen Turnhalle dachte, war den Anwesenden völlig klar. Und als Bürgermeister Stefan Fadinger dann das Wort ergriff, brauste gleich zu Beginn ein Beifallssturm auf. Fadingers Mitteilung ließ nämlich nicht nur Gilgenreiners Herz höher schlagen: „Wir haben in der letzten Gemeinderatssitzung beschlossen, den Bau einer Zweifachturnhalle im Kooperationsmodell mit dem SC Gaißach auf Basis der BLSV-Sportförderkriterien zu unterstützen.“ Da die derzeitige Halle einen guten baulichen Zustand aufweise, bestehe für die Gemeinde bezüglich Schulsport nur der Bedarf einer weiteren Einfachsporthalle. Nicht aber für eine neue Zweifachhalle, so Fadinger. Um jedoch eine zweite Hallenhälfte bauen zu können, gibt es die Möglichkeit einer Förderung durch den Bayerischen Landessportverband (BLSV). Dafür ist die Einhaltung bestimmter Regularien erforderlich, sagte der Bürgermeister. Voraussetzung ist demnach, dass der Bau auf dem Schulgelände errichtet wird. 50 Prozent müssen Schulnutzung und 50 Prozent Vereinsnutzung sein.

Bezüglich der Finanzierung nannte Fadinger eine Gesamtsumme von 2,4 bis 2,8 Millionen Euro. Davon würde der Freistaat Bayern nach dem Finanzausgleichsgesetz die Schulnutzung mit zirka 30 Prozent (360 000 bis 420 000 Euro) fördern. Vom BLSV sei ein Zuschuss von 20 Prozent (240 000 bis 280 000 Euro) für die Vereinsnutzung zu erwarten. Der SC Gaißach müsse zehn Prozent (120 000 bis 140 000 Euro) der Gesamtsumme als Barmittel zur Verfügung stellen. Die dann noch bestehende Finanzierungslücke in Höhe von 1,7 bis 2 Millionen Euro werde von der Gemeinde bezahlt.

Fadingers abschließende Frage an die Versammlung lautete: „Kann das der SC Gaißach stemmen, will das der Verein stemmen?“ Gefragt seien nicht nur die Handballer, sondern alle Abteilungen. Der Bürgermeister informierte dann über die Möglichkeiten der Beteiligung in Form von „Muskelkraft“, sprich Eigenleistung, insbesondere beim Bau der Nebenräume wie Umkleiden und Sanitärräume. Möglich wäre auch die Verwendung eines Teils der jährlichen Förderung von der Gemeinde in Höhe von 20 000 Euro. Dadurch würden jedoch Gelder für den laufenden Sportbetrieb sowie für den Unterhalt der Anlagen fehlen. Denkbar sei auch eine Spendenaktion. Fadinger: „In der Vergangenheit wurde schon oft bewiesen, dass wir es können.“ Eine Prestigehalle solle jedoch nicht entstehen. „Es soll keine Tribüne geben, und auch sonstiger Schnick-Schnack ist nicht vorgesehen.“

Heidi Danner, die Vorsitzende des Gesamtvereins, ist überzeugt, „das der Verein mit seinen knapp 2000 Mitgliedern die Forderungen umsetzen kann“. Vorgänger Hubert Schweiger appellierte an die Delegierten: „Das ist eine Riesen-Chance für den Verein. Wir sollten die Gelegenheit auf jeden Fall nutzen.“

In einer weiteren Sitzung wird die Vereinsführung nun über die Vorschläge des Gemeinderats beraten. (Hans Demmel)

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