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Ausgezeichneter Aufstrich: Maria Mayer mischt die Zutaten für „Obazda à la Tränen des Laurentius“. Mit dem Rezept hat sie bayernweit für Aufsehen gesorgt. 

Ausgezeichneter Obazda 

Mit heiligen Tränen zum Erfolg

Gaißach - „Obazda à la Tränen des Laurentius“: Mit diesem ausgefallenen Brotaufstrich hat es Maria Mayer (12) aus Gaißach unter die Top 3 eines bayernweiten Wettbewerbs geschafft. 

Was verbirgt sich hinter dem ungewöhnlichen Namen? „Die Tränen, das sind die Apfelstücke im Obazdn“, sagt Maria. „Und Laurentius ist der Schutzheilige der Köche.“

Himmlisch ist nicht nur der Name, sondern auch der Erfolg des Aufstrichs: Über 200 Bäuerinnen bewarben sich mit ihren Camembert-Kreationen bei einem Wettbewerb für Brote und Brotaufstriche, der heuer vom Bayerischen Bauernverband ausgerichtet wurde. Nur zwölf Bewerberinnen kamen ins Finale, das im Rahmen der offiziellen Biergartensaisoneröffnung im Englischen Garten in München stattfand. Am Ende konnte sich Maria durchsetzen: Die Juroren kürten ihr Rezept zu einem der drei besten. Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und BBV-Bezirkspräsident Anton Kreitmair gratulierten zum Erfolg.

Die junge Gaißacherin, die die siebte Klasse der Hohenburger Mädchen-Realschule besucht, staunte nicht schlecht über das tolle Ergebnis. Schließlich hat sie es eigentlich nicht so sehr mit den pikanteren Speisen: „Wir backen meistens Kuchen, nur mein Vater mag es auch gern deftig.“

Als Familie Mayer vom Wettbewerb erfuhr, entschied sich Maria trotzdem spontan, teilzunehmen. Als Basis für ihre Kreation griff sie auf eine überlieferte Rezeptur zurück. Allerdings nahm die Zwölfjährige einige Veränderungen vor, die den Brotaufstrich ihrer Meinung nach auch für die Jüngeren schmackhaft macht: So empfiehlt Maria: „Die Apfelstücke kann man statt mit Weißwein mit Apfelsaft marinieren.“ Außerdem wird auf Zwiebeln verzichtet. „Das schmeckt dann besonders den Kindern sehr gut“, so die Schülerin.

So geht's

Neben einem halben Apfel, der für die erwähnten Würfel benötigt wird, braucht man zur Zubereitung des Brotaufstrichs 160 Gramm bayerischen Camembert sowie 100 Gramm Frischkäse. Die beiden Käsesorten werden Obazda-typisch mit einer Gabel zerdrückt, dann werden noch drei Esslöffel Apfelsaft beigemischt. Nachdem die Masse mit Salz und Pfeffer gewürzt wurde, hebt man am Ende noch die Apfelstücke unter.

Mit Radieschen und Gartenkresse verziert entfaltet Marias Obazda sein volles Aroma: Dann wird er nicht nur für Kinder, sondern auch für alle, die einen leicht fruchtigen Brotaufstrich für den Biergartenbesuch bei sonnigem Wetter suchen, zum himmlischen Genuss.

Markus Henseler

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