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Das Hochregal-Lager neben der Bundesstraße 13 in Untergries muss abgebaut werden.

Zu nah an der Straße: Hochregal-Lager muss weg

Gaißach - Das Bauwerk befindet sich zu nahe an der Straße, befand jetzt der Gaißacher Gemeinderat. Deshalb muss ein Hochregal-Lager an der Bundesstraße 13 jetzt wieder weichen.

Sie hat schon viele Autofahrer verwundert und sie rätseln lassen, was es mit dieser eigentümlichen Konstruktion wohl auf sich hat: eine markante und groß dimensionierte, wandartig freistehende Bretterfassade neben der Bundesstraße 13 und dem angrenzenden Gewerbegebiet Untergries vorgelagert. Des Rätsels Lösung: Es handelt sich um ein Hochregal-Lager, das dort ein Zimmereibetrieb errichtet hat.

Das darf dort so nicht stehen bleiben, haben die Baukontrolleure des Landratsamts festgestellt und den Bauherrn dazu aufgefordert, einen Tektur-Bauantrag einzureichen, der den Bestand darstellt. Darüber hinaus stellte die Behörde nämlich mehrere Abweichungen am Betriebsgebäude von der vor drei Jahren erteilten Baugenehmigung fest. Mit dem Antrag hatte sich jetzt der Gaißacher Gemeinderat zu befassen. Eine nachträgliche Legalisierung kam für ihn nur bei den Wandhöhen des Hauptgebäudes (höherer Kniestock) in Frage. Doch den zu weiten Dachvorsprung beim Quergiebel muss der Bauherr wieder kürzen. Das über 14 Meter breite Hochregal-Lager widerspricht den baurechtlichen Bestimmungen, hieß es, weil es bereits in der Abstandsfläche zur Bundesstraße stehe. Bürgermeister Stefan Fadinger schlug dem in der Sitzung anwesenden Bauherrn vor, es auf die Nordseite des Betriebs umzusetzen.

Auch bei zwei weiteren Bauanträgen gab es reichlich Diskussionsbedarf. Bei einer Bauvoranfrage zur Erweiterung eines Wohngebäudes in Anger rechnete der Gemeinderat genau nach, wie groß das Gebäude im Hinblick auf die nachbarschaftliche Bebauung werden darf. Möglich ist auf dem dreieckigen Grundstück eine Gebäudeabmessung von maximal 16 x 11 Meter, stellte das Gremium fest. Außerdem erwartet die Gemeinde eine Grundabtretung von einigen Quadratmetern, um die angrenzende Fahrstraße geringfügig verbreitern zu können.

Für ein Grundstück im Bebauungsplan Isarstraße in Obergries hat der Architekt des Eigentümers eine Änderung des Bebauungsplans erbeten, um dort ein größeres Gebäude errichten zu können, das dem Platzbedarf der großen Familie gerecht werde. Das sei in Anbetracht der umgebenden Bebauung hier grundsätzlich nicht machbar, stellte der Gemeinderat fest und bestätigte damit seinen alten Beschluss vom Juli vergangenen Jahres.

Glatt durchgegangen ist an diesem Abend lediglich der Bauantrag zur Erweiterung einer Überdachung auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Rain. Rainer Bannier

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