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Ungewöhnlich ist das Aussehen der vermissten norwegischen Waldkatze „Lotta“ aus Gaißach.

Seit zwei Wochen verschwunden

Vermisste "Lotta": Hunde helfen bei Katzensuche

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Gaißach – Die Gaißacherin Stephanie Lang von Langen vermisst bereits seit zwei Wochen ihre Katze "Lotta". Dabei hat sie bei der Suche quasi bereits alle Register gezogen. 

Dabei griff sie sogar schon auf die Hilfe von sogenannten Pet-Trailers zurück. Das sind auf die Haustiersuche spezialisierte Suchhunde. Seit dem 3. April, als „Lotta“ nicht von einem ihrer üblichen Ausflüge zurückkam, unternimmt Lang von Langen alles Erdenkliche, um das Tier wiederzufinden. Einen Suchaufruf auf Facebook haben – auch über die Seite des Tölzer Kurier – etwa 130 Nutzer geteilt. Die Gaißacherin hängte Zettel in Obergries und Lenggries aus, stellte gar eine Belohnung in Aussicht. Rückmeldung kam gar keine.

Schließlich stieß die 39-Jährige auf eine Unfallchirurgin aus Weßling, die ihre Hunde auf die Suche nach Haustieren trainiert hat und so als ehrenamtliche Helferin schon sechs Katzen aufgespürt hat. Anhand einer Decke, auf der „Lotta“ immer lag, nahmen ein Labrador und ein Hovarwart die Fährte auf. „Die Spur führte in den Garten und von dort hinaus in Richtung Obergries“, berichtet Lang von Langen, die mit ihrem Mann, Hühnern, Enten, Schafen, Hunden und Katzen auf einem Hof in Steinbachau lebt, also zwischen Obergries und dem Steinbach. An einem Punkt aber verlor sich die Spur. An diese Stelle hatte auch ihr eigener Hund Lang von Langen schon geführt, der für die Suche nach vermissten Menschen ausgebildet ist.

Lang von Langen könnte sich vorstellen, dass dort ein Mensch „Lotta“ gefunden hat. „Vielleicht war sie verletzt, oder der Finder dachte, dass sie niemandem gehört.“ Die dreifarbige norwegische Waldkatze könnte sogar einen nennenswerten materiellen Wert haben. Lang von Langen selbst hat sie allerdings privat übernommen, kennt also keinen Preis. „Vielleicht hat auch ein Hund sie gejagt, und sie hat sich verirrt“, spekuliert die Besitzerin. „Sie könnte auch in einem Keller, einem Schuppen oder einer Gartenlaube eingesperrt sein“, so die Tierpsychologin, die ein Ausbildungszentrum für Therapiehunde betreibt und ein Buch über die „Sprache der Hunde“ veröffentlicht hat.

Lang von Langens Hoffnung ist nun, dass Kurier-Leser Hinweise geben können. „Lotta“ ist vier Jahre alt, hat lange Haare und etwas größer als andere Katzen. Sie ist sehr zutraulich „und hat fast de Charakter eines Hundes“, so Lang von Langen. „Sie kann sogar apportieren.“ Auffällig ist das Gesicht: Die eine Hälfte ist schwarz, die andere blondbraun. Ungewöhnlich auch die Vorderbeine, die ebenfalls verschiedenfarbig sind, jeweils mit weißer „Socke“. 

Wer helfen kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 08041/767923 in der Redaktion zu melden.

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