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In transparenten Plastikbällen, den „Bubbleballs“, wird in Gaißach eine Musikanten-WM gespielt. Wie das funktioniert, hat Videokünstlerin Veronika Partenhauser schon in einem Kurzfilm mit den Gaißachern zusammengefasst.

Gaudi in Gaißach

Musiker wollen mit Bubbleballs Weltmeister werden: Noch kann man sich anmelden

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Mit einer „Weltmeisterschaft der Musikanten“ im Bubbleball feiert der Metallblasinstrumentenbauer Hans Krinner vom 11. bis 13. Oktober die Eröffnung seines neuen Betriebs. Noch können sich Kapellen für den spaßigen Wettbewerb anmelden.

Gaißach– Es sieht sehr spaßig aus und ist eine große Gaudi: Menschen, die in transparenten Plastikbällen („Bubbleballs“) stecken und versuchen, Fußball zu spielen. Diese „Weltmeisterschaft der Musikanten“ veranstaltet Hans Krinner am Samstag, 12. Oktober, in Gaißach. Mitmachen können Musikgruppen aus der ganzen Region. Bis zum 9. Oktober kann man sich noch anmelden. Für die drei besten Teams gibt es Preise.

Mit Bubbleballs wurde zuletzt beim Tag der offenen Tür der Gaißacher Feuerwehr an Pfingsten gespielt. „Da bin ich auf die Idee gekommen, das auch bei uns zu machen“, sagt Hans Krinner. Fast 20 Anmeldungen hat er schon bekommen. Mit dabei sind unter anderem die Musikkapelle und der Spielsmannszug aus Gaißach, die Isarwinkler Jugendkapelle, die Wackersberger Musikkapelle und die Tambours sowie der Spielmannszug aus Ellbach. Auch Kapellen aus Österreich werden kommen „Wir machen ja eine WM“, sagt Krinner und schmunzelt. Gespielt wird ab 10 Uhr vor dem Festzelt an der Erlenstraße. Spielen können beliebig viele Musikanten, sie müssen sich aber in Teams anmelden. Ein Spiel dauert zehn Minuten.

Mit Bubbleballs Fußball zu spielen sieht einfach aus, ist aber anstrengend. Die Idee stammt aus Dänemark. Die Bälle haben ein großes Loch, in den Kopf und Oberkörper stecken. Man muss hineinrutschen und kann sich an zwei Henkeln festhalten. Das Laufen ist nicht ganz leicht, und die Arme kann man natürlich nicht benutzen. Es geht nicht nur darum, den Ball zu treffen, sondern auch darum, die Gegner umzuschubsen. „Die Verletzungsgefahr ist gering, man braucht keine Angst haben“, sagt Krinner. Wer genau wissen will, wie es geht, kann sich auf Krinners Internetseite ein Video anschauen, das die Gaißacher Künstlerin und Filmproduzentin Veronika Partenhauser eigens für diese Veranstaltung gemacht hat.

Krinner freut sich, wenn viele Besucher zum Wettbewerb und natürlich auch zur Betriebseinweihung kommen. Der 36-Jährige lernte sein Handwerk bei „Böhm und Meinl“ in Geretsried und übernahm dann das Tölzer Musikhaus Gareis. Jetzt zieht er mit seinem Betrieb von Bad Tölz nach Gaißach. Krinner hat sich spezialisiert auf Blasinstrumente und Harmonikas. Rund 300 Instrumente fertigt er pro Jahr, zum Beispiel Trompeten, Hörner und Steirische Harmonikas. Mittlerweile hat er zehn Mitarbeiter in Fertigung und Verwaltung. Die Kunden sind Amateur- und Profimusiker aus dem In- und Ausland, darunter auch Mitglieder der Münchner Philharmoniker, des Münchner Rundfunkorchesters, des Sinfonieorchesters Basel und der Tschechischen Philharmonie. Auch in Japan, China und in den USA ist Musik aus Krinners Instrumenten zu hören.

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Zur Betriebseinweihung im neuen Gebäude an der Gaißacher Erlenstraße kommen verschiedene Musiker, die alle auf Instrumenten von Krinner spielen: Zum Auftakt am Freitag, 11. Oktober, spielt das bekannte Ensemble „Blechschaden“. Am Samstag kommen unter anderem der bekannte Kapellmeister Vlado Kumpan und die „Hopfenbläser“, am Sonntag unter anderem die „Seehofmusi“ vom Ammersee und die „Tegernseer Tanzlmusi“.

Alle Teilnahmebedingungen und den Spielablauf der Musikanten-WM kann man auf www.krinner-instrumentenbau.de nachlesen. Dort ist auch das Video von Veronika Partenhauser zu sehen. Der Auftritt von „Blechschaden“ am Freitag (20 Uhr) kostet 28 Euro Eintritt, Karten gibt es online über München-Ticket zu kaufen. Am Samstag und am Sonntag ist der Eintritt frei. Alle teilnehmenden Musikgruppen stehen im Internet. Das Festzelt, das die Musikkapelle Gaißach aufstellt, steht an der Erlenstraße 19. Fürs leibliche Wohl ist gesorgt.

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