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Auch mit dem E-Bass bestens vertraut: Sepp Kloiber bei den Aufnahmen für seine neue CD „Wo geh‘ ma hi?“

Gaißacher Musiker

Neue CD von Sepp Kloiber: Die schwierige Suche nach dem richtigen Lebens-Kurs

Der Gaißacher Sepp Kloiber hat eine neue CD veröffentlicht. „Wo geh‘ ma hi?“ lautet der Titel, der - ganz ungeplant - zur Corona-Zeit passt.

Gaißach – Der Cover-Entwurf seiner neuen CD „Wo geh’ ma hi?“ ist noch aus der Vor-Corona-Zeit, erzählt Sepp Kloiber. Die Beschreibung könnte aber durchaus auch ganz aktuell geschrieben worden sein. Da sinniert der Gaißacher nämlich darüber, wie hektisch und schnell unsere Zeit doch geworden ist und wie schwierig es ist, die richtige (Lebens-)Richtung zu finden und dann Kurs zu halten. Die Pandemie zwinge nun „zum Staadhoitn“ und „Innehoitn“. Etwas, was Sepp Kloiber wenigstens bei den drei, vier nachdenklichen Liedern auch in seiner eben erschienenen neuen CD bezweckt.

Sepp Kloibers Texte sind witzig, pfiffig, gedankenvoll

Zwölf Lieder hat der Großneffe des legendären Kraudn-Sepp auf seine dritte CD mit eigenen Lieder gepackt. Die Songs sind gewohnt melodiös und eingängig, die Texte witzig, pfiffig, gedankenvoll und immer wieder mit Tiefgang. Schräger Humor ist auch dabei. Auf die Idee, das Lied vom Jennerwein für unsere amerikanischen Freunde aufzubereiten und daraus einen „Jennerwine“ zu machen, muss man erst einmal kommen. Das gilt auch für die bairische Balladenversion der Dreigroschenoper (Mackie-Fresser). Der Gospelsong „Halleluja“ wartet mit einer originellen Variante der Wiederkunft des Herrn auf.

Ein hinreißendes Lied über das Sterben

„Wo geh’ ma hi?“ ist – natürlich – auch der Titel eines hinreißenden Liedes, das sich mit dem Sterben befasst. Wer den Liedermacher Kloiber kennt, weiß, dass sich zwar ein Hauch Melancholie durch Noten und Worte zieht, aber keine Spur von Traurigkeit. Für Kloiber ist die Antwort nämlich ein ganz und gar positiv besetztes Gefühl: „Wir gehen dahin, wo wir daheim sind, in die Kindheit, dorthin, wo wir aufgewachsen sind.“ Daheim ist für den 55-Jährigen ein Gefühl, „ein warmes, gutes Gefühl.“

Viele Isarwinkler Musiker sind zu hören

Für die CD-Produktion hat Kloiber mit mehr als einem Dutzend Musikern und Sängern aus dem Isarwinkel zusammengearbeitet, was den musikalischen Input deutlich erweitert hat. Mitgewirkt haben Sepp Müller, Sepp Strobl, Sebastian Schwarzenberger, Anton Margreiter, Manfred Kastenmüller, Hannes Wagner, Anton Simon, Martin Regnat, Petra Strobl, Kathrin Gilgenreiner, Elisabeth Kloiber, Caro Holzner, Siegfried Gruber, Lukas Gruber und Peter Söllner. Gut zweieinhalb Jahre hat die Arbeit an den Liedern gedauert. Entstanden ist die CD in einem Studio in Fleck. Kloiber hat dafür auf den Tontechniker Tom Schöttl (Sohn des Zweiten Bürgermeisters von Lenggries) vertraut, den „Klang-Meister“.

Die CD ist ab sofort zum Preis von 15 Euro im örtlichen Buchhandel im Isarwinkel erhältlich sowie über die Internetseite des Musikers (www.sepp-kloiber.de). Christoph Schnitzer

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