Unterwegs in den Isarwinkler Bergen: Renate Brümmer und Burkhard Martens auf Tour mit dem E-Mountainbike. 7

E-Mountainbiken

Neues Buch: Bergradeln muss nicht extrem sein

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Wer das Fahrradfahren in den Bergen liebt, aber nicht unbedingt auf extremes Mountainbiken steht, bekommt jetzt einige Tipps. Zwei Gaißacher haben ein Buch über Touren mit dem E-Mountainbike veröffentlicht.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Nein, mit extremen Touren, grob wurzeligen Waldwegen und verblockten Trails möchten Renate Brümmer und Burkhard Martens nichts zu tun haben. Das Paar aus Gaißach möchte auf dem Fahrrad die Natur genießen, sich dabei aber schon anstrengen müssen und dann beispielsweise schön auf einer Berghütte einkehren. Um anderen, die ähnlich denken, eine Hilfestellung zu geben, haben sie zusammen einen Führer mit 50 Touren herausgegeben.

„Seit sechs Jahren sind wir mit den E-Bikes unterwegs“, berichtet Martens über die Entstehung des Buchs. Nachdem sich Brümmers Tätigkeit als Hebamme an der Tölzer Stadtklinik mit der Schließung der Geburtshilfeabteilung zerschlagen hatte, habe sie vorgeschlagen, ein Buch zu schreiben.

Martens hat bereits erfolgreiche Bücher über das Gleitschirmfliegen veröffentlicht, „aber in der Bike-Szene kennt mich keiner“. Das soll sich nun ändern.

„Mit dem E-Bike macht man bei Mountainbike-Touren keine Experimente“, erklärt Martens. Zu schwer ist das Rad, es wiegt bis zu 22 Kilo. „Das trägt man nicht eben schnell über unwegsames Gelände.“ Er sei schon immer viel in den Bergen gefahren. Aber die Touren befinden sich nicht nur in der direkten Umgebung. Sie erstrecken sich von Füssen bis Kufstein, vom Achensee bis zu den Brandenberger Alpen.

Alle Touren sind Brümmer und Martens im vergangenen Jahr gemeinsam abgefahren. Dann ging es etwa sechs Monate lang ans Schreiben, ehe das Buch im März veröffentlicht werden konnte.

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Das Buch ist sehr übersichtlich gestaltet. Ganz vorne gibt es eine Kurzbeschreibung der einzelnen Touren. „Dort ist auch gleich eingezeichnet, ob es sich um Bike-und-Hike-Touren, also um Radwandertouren, handelt“, sagt Martens. Es folgen zwei verschiedene Tourenübersichten: Einmal von Ost nach West, einmal nach Schwierigkeit sortiert. „Es gibt manche Touren, die sind von der Steilheit her mit einem normalen Fahrrad gar nicht machbar“, sagt Martens. Mit einem E-Mountainbike hingegen können auch diese geschafft werden. Radfahrer finden im vorderen Teil des Buchs auch viele praktische Tipps, etwa zum Akku oder zu GPS.

Die einzelnen Routen sind dann in drei Kategorien – leicht, mittel, schwer – eingeteilt. Leser erfahren, wie viele Höhenmeter bewältigt werden müssen, wie viele Kilometer lang die Strecke ist und wie lang man braucht. Außerdem gibt es eine subjektive Einschätzung der landschaftlichen Schönheit und den Hinweis, ob die Strecke auch für Fahrräder mit Anhänger geeignet sind.

Sehr viele Fotos geben ein rundes Bild ab. „90 bis 95 Prozent haben wir selber geschossen“, sagt Martens.

Übrigens: Wie sehr man sich verausgabt, das kann man beim E-Mountainbiken selbst entscheiden. „Es kann genauso anstrengend sein wie normales Mountainbiken“, sagt Martens. Stellt man etwa in den „Eco-Modus“ wird vom Motor lediglich das Gewicht des Fahrrads wettgemacht.

„Ich bin schon sehr stolz auf das Endprodukt“, sagt Martens. Die bisherige Resonanz auf das Tourenbuch sei sehr positiv. Erhältlich ist es für 29,95 Euro in einigen Buchhandlungen in der Region sowie bei vielen Fahrradhändlern.

Weitere Infos auf www.EMTB-Führer.de

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