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Sanierungs-Pläne: Der linke Altbau-Teil des Kindergartens soll abgerissen und neu gebaut werden.  

Gemeinderat

Neues Kinderhaus: Große Lösung für kleine Gaißacher

Für das Kinderhaus in Gaißach gibt es große Pläne. Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, mit einem Konzept aus Teilabriss des bestehenden Gebäudes und zwei Neubauten „ins Verfahren zu gehen“.

Gaißach– Der Gemeinderat steht hinter der Kehrtwende. Ursprünglich war geplant, das Gebäude an der Isarstraße zu sanieren und umzubauen. Doch nach eingehender Überprüfung der Bausubstanz stellte sich ein Teilneubau als wirtschaftlichere Lösung heraus (wir haben berichtet). Bürgermeister Stefan Fadinger stellte dazu klar: „Das haben wir vor, das geht aber nicht auf die Schnelle. Bis zur Realisierung wird das sicher noch einige Jahre dauern.“

Und so sieht die bislang lediglich skizzierte Idee aus: An den 2012 errichteten flachen Pavillonbau für die Krippe schließt sich ein Altbauteil aus dem Jahr 1980 an, der etwa zur Hälfte stehen bleibt, während der anschließende östliche Gebäudeteil aus den 30er-Jahren komplett abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wird. Schließlich soll von dort aus mittels eines überdachten Verbindungsgangs eine Anbindung zu einem zweiten Neubau auf der rückwärtigen Gartenseite geschaffen werden.

Neben der bestehenden Krippe soll im einzig verbleibenden Altbauteil eine zweite Krippengruppe Platz finden, daran anschließend ein großer Speisesaal für die Mittagsbetreuung: im neuen östlichen Gebäudeteil und im südlich abgesetzten Neubau sollen dann fünf Gruppen der Kindertagesstätte (derzeit sind es vier) untergebracht werden. Dieser südliche Neubau soll vorab in einem ersten Bauabschnitt errichtet werden, damit eine Beeinträchtigung des laufenden Kindergartenbetriebs weitgehend vermieden werden kann.

Die Gemeinderäte sparten nicht mit Lob: „Dieses Konzept ist genial“, meinte Dritter Bürgermeister Johann Schinnagl, und auch Susanne Merk sprach von einer „sehr schönen Sache“. Stefan Fadinger selbst sprach von einem „Bekenntnis zum Standort Obergries“. Damit sei dann allerdings das Limit für die Größe (fünf Kindergartengruppen und zwei Krippengruppen) einer solchen Einrichtung erreicht.

Der Bürgermeister hatte zuvor deutlich gemacht, wie es zur Entwicklung des Kindergartenwesens in Gaißach und zu dieser Neuplanung gekommen ist: „Was vor einigen Jahren so noch nicht denkbar schien, ist inzwischen Realität. Auch in einem Dorf wie Gaißach haben sich die Lebensgewohnheiten der Eltern so verändert, dass heute nahezu alle Kinder in den Kindergarten gegeben werden, und das auch immer früher und für immer längere Betreuungszeiten einschließlich Verköstigung.“ Stefan Fadinger betonte, eine Betreuungszeit bis mindestens 14 Uhr sei heute Standard, und 40 Prozent der Kinder würden bereits mit einem Mittagessen versorgt. Zudem würden die Geburtenzahlen steigen.

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