Patronatstag der bayerischen Gebirgsschützen

Bekenntnis zur Tradition und Heimatliebe

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Mehr als 4000 Gebirgsschützen aus den bayerischen Kompanien strömten am Sonntag zum Patronatstag nach Gaißach. Der Gottesdienst musste wegen des Regens zwar im Festzelt stattfinden, war aber dennoch sehr stimmungsvoll.

Gegen 8 Uhr trafen am Sonntag die ersten Teilnehmer aus den 47 bayerischen Gebirgsschützenkompanien langsam ein. Mehr als 4000 Schützen hatten sich zum Patronatstag angemeldet und füllten schnell die langen Reihen im Festzelt. 

Landeshauptmann Karl Steininger bedankte sich „für das starke Ausrücken trotz des schlechten Wetters“. Er übernahm die Begrüßung der Ehrengäste – allen voran Innenminister Joachim Herrmann, der Ministerpräsident Horst Seehofer vertrat. Ein besonderes Dankeschön gab es für die gastgebende Gaißacher Kompanie unter Hauptmann Franz Simon. Die Organisation eines solchen Großereignisses sei nicht einfach. „Die machen das topp.“ 

Herzliche Grüße richtete er an Isargau-Hauptmann Josef „Beppo“ Schlickenrieder, der am Sonntag Geburtstag hatte. „Der kann es sich leisten, mit 4000 Gästen zu feiern“, scherzte Steininger. 

Bürgermeister Stefan Fadinger empfand es als „große Ehre“, dass Gaißach den Patronatstag zum ersten Mal ausrichten durfte. „Unsere Kompanie hat Großartiges geleistet“, sagte er mit Blick auf die Vorbereitungsarbeiten. Die Gebirgsschützen stünden für ein „öffentliches Bekenntnis zum christlichen Glauben, aufrechte Heimatliebe und echte Heimattreue“. Dies bilde das Fundament Bayerns. „Möge dieser Patronatstag zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.“

 Dazu beitrug auf jeden Fall der von Pfarrer Ludwig Scheiel gehaltene Gottesdienst, musikalisch wunderschön umrahmt von der Musikkapelle und dem Kirchenchor. Der Gaißacher Pfarrer stellte Maria, die Patronin der Gebirgsschützen, in den Mittelpunkt seiner humorvollen Predigt. Oft werde sie als schöne Frau mit wallendem blonden Haar und zarten Händen dargestellt. „Aber Maria war eine Frau, die vom Leben gezeichnet war, eine einfache Frau, die nie auf ihr eigenes Wohl geschaut, sondern gesagt hat: Siehe ich bin die Magd des Herrn.“ Scheiel forderte dazu auf, „Gott nicht im Himmel zu suchen. Er geht mit uns. Nehmen wir Gott an als Chef unseres Lebens“, sagte Scheiel und schloss die Predigt mit einem „Chef, bleib in unserer Mitte, Amen.“ 

Innenminister Joachim Herrmann hatte nach dem Gottesdienst das Wort. Nicht nur er sei „stolz auf die Gebirgsschützen. Ihr gehört zur Identität des Freistaats.“ Derzeit werde viel über Leitkultur gesprochen. „Dazu gehört nicht, jemanden zu zwingen eine Lederhose oder ein Dirndl anzuziehen“, betonte Herrmann. Aber es gehöre dazu, dass man sich bei einem Gespräch in die Augen schaue. Und das sei mit einer Burka eben nicht möglich. 

Elmar Thaler, Landeskommandant des Südtiroler Schützenbunds, bedankte sich für die seit Langem bestehende freundschaftliche Verbindung. Die Gebirgsschützen stünden für Heimatliebe, Tradition und Brauchtum. Eine Einstellung wie diese sei der Garant dafür, dass „nichts Schlechtes von politischer Seite hier reinkommt“. 

Patronatstag der Bayerischen Gebirgsschützen in Gaißach

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