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In den Startlöchern stehen die Gaißacher Schnablerfahrer und hoffen, dass es heuer wieder ein Rennen gibt.

Schnee macht Hoffnung

Das Schnabler-Fieber steigt

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Gaißach - Die ersten Schneeflocken des Jahres lassen die Gaißacher ihre Hände reiben. Es juckt sie in den Fingern, auf dass es heuer wieder ein Schnablerrennen gibt. Für eine sichere Vorhersage ist es allerdings noch zu früh.

Beim Blick aus dem Fenster steigt die Vorfreude von Georg Fischhaber. „Gott sei Dank ist Schnee gefallen“, sagt der Vorstand des Gaißacher Schnabler- und Schlittenvereins. Für eine vernünftige Rennbahn ist es allerdings noch viel zu wenig. Doch die Wettervorhersage lässt hoffen. Schnee und Kälte wären gut. „Wir beobachten das.“

In der jüngeren Schnablergeschichte konnten die Rennen wetterbedingt nur im Zweijahres-Rhythmus stattfinden: Heuer wären die Gaißacher demnach also eigentlich auf jeden Fall wieder dran. „Hoffen wir’s“, sagt Fischhaber lachend. 40 Zentimeter Schnee wären nötig, um die Piste so zu präparieren, dass die Schnabler fahren können – bei weniger wäre das Verletzungsrisiko zu hoch. Am Dienstag lagen etwa zehn Zentimeter Schnablerunterlage am Hang.

Gerade im Gaißacher Jubiläumsjahr wünscht sich der Verein, dass es heuer wieder mit einem Rennen klappt. „Das wäre eine gute Auftaktveranstaltung für 1200 Jahre Gaißach“, so Fischhaber. Der erste Renntermin ist für Sonntag, 15. Januar, angesetzt. „Der wäre schön, sonst ist es immer so eine Herwarterei“, sagt der Chef. Und ein Rennen am erstmöglichen Termin wäre eine Premiere im Jubiläumsjahr: Da konnten die Schnabler bisher noch nie fahren. Ein Wärmeeinbruch würde den Start allerdings verhindern. Es muss kalt sein, um den Parkplatz präparieren zu können.

Ob das Rennen stattfindet, entscheidet der Vorstand jeweils bis Dienstag. Den Rest der Woche brauchen die Helfer, um die Strecke abzusichern, Pfosten zu setzen und Matten auszulegen. „Sicherheit wird bei uns hochgeschrieben“, sagt Fischhaber.

Erst wenn der Termin steht, können sich die interessierten Schnabler anmelden. Sicher ist aber, dass die Gaißacher schon heiß aufs Rennen sind. „Das Fieber steigt.“ Bei den Vorbereitungen müssen sich viele Neue im Vorstand beweisen. Laut Fischhaber seien die aber sehr zuverlässig und könnten sich gut vorbereiten, weil die Ehemaligen aus dem „Hohen Komitää“ immer noch hilfreiche Tipps geben würden.

Damit beim Schnablerrennen – wenn es der Winter denn gut mit Gaißach meint – alles glatt geht, trainieren ein paar Fahrer schon am Dreikönigstag in Garmisch. Vizevorstand Martin Rest hatte bei der Jahresversammlung extra dazu aufgerufen, sich beim dortigen Rennen zu beteiligen. Die Teilnahme hatte in den vergangenen Jahren etwas nachgelassen. Wie viele sich angemeldet haben, weiß Fischhaber nicht, es seien aber ein paar dabei. Der Schnablervorstand freut sich darüber: „Das ist eine gute Übung, bevor es bei uns losgeht.“ Und dass es in Gaißach bald losgeht, da ist Fischhaber guter Hoffnung.

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