Schnablerrennen Gaißach 2017
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Sie fliegen wieder: Das sind die besten Bilder vom Schnablerrennen in Gaißach am Sonntag.
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Schnablerrennen in Gaißach: Höhenflüge und Bruchlandungen

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Gaißach - Die Landungen waren so unsaft wie immer, und auch die Sprüche von Ansager Toni Kell waren gewohnt unterhaltsam. Trotzdem war das Schnabler-Rennen gestern etwas Besonderes: Nicht nur, dass ein Damen-Team an den Start ging. Auch zwei Bürgermeister wagten den Sprung über die Schanze.

Gleich zu Beginn des Rennens hielten die zirka 5000 Besucher des Schnabler-Rennens in Gaißach den Atem an: Schnabler-Urgestein Harry Danzer und sein Co-Pilot Stefan Riesch stürzten nach dem Sprung über die Naturschanze am Gerstlandhang so schwer, dass das Rennen kurz unterbrochen werden musste. Später gab Schnabler-Präsident Georg Fischhaber aber Entwarnung: Danzer, der seit über 40 Jahren bei dem Gaudirennen antritt, hat sich zwar am Bein verletzt, musste aber nicht ins Krankenhaus.

Dorthin musste gestern glücklicherweise keiner der 100 Teilnehmer. „Es gab nur kleinere Verletzungen, keine Knochenbrüche“, bilanzierte Fischhaber. Dafür aber jede Menge Kleinholz: Zehn bis 15 Schlitten sind kaputt gegangen, schätzt der Schnabler-Präsident. Laut Ansager Toni Kell hatten es die 36 Schnablerteams und 28 Schlittenfahrer dieses Mal eben besonders eilig gehabt, ins Tal zu kommen: „Bei minus 36 Grad am Start freut man sich, wenn man da wegkommt.“

Der guten Stimmung tat die Kälte, die in Wirklichkeit bei ein paar Grad unter Null lag, aber keinen Abbruch. „Tanzen hilft“, sagte etwa Josefine Schöffel lachend. Die Lenggrieserin war zusammen mit ihrem Mann und den beiden Kindern Maxi (8) und Thomas (6) beim Rennen, das vor allem für die beiden Buben ein aufregendes Erlebnis war. Auf die Frage, ob er denn auch gerne mal auf einem Schlitten den Lehener Berg runter rasen wollen würde, konnte Thomas aber nur mit großen Augen den Kopf schütteln.

Das würde auch gar nicht gehen, zumindest nicht als Fahrer. Diese müssen nämlich aus Gaißach sein, Beifahrer dürfen auch Auswärtige sein. Nicht erlaubt sind außerdem mechanische Hilfen wie Bremsen oder Renn-Schnabler. Zwei Teilnehmer versuchten gestern trotzdem, mit so einem Schlitten an den Start zu gehen, wurden aber prompt erwischt. Das Rennen musste ein zweites Mal unterbrochen werden. „Die Regeln ins Gaißach sind eben hart, nicht nur die Burschen“, kommentierte Ansager Kell. „Gefahren werden darf nur mit Original-Schlitten von 817“.

Kell spielte damit auf das 1200-jährige Bestehen von Gaißach an, das die Gemeinde heuer wie berichtet groß feiern wird. Das Schnabler-Rennen bildete quasi den Auftakt zu diesem Jubiläumsjahr, weshalb sich auch die Gemeinde etwas Besonderes hat einfallen lassen: Den Eröffnungssprung übernahmen der 2. und der 3. Bürgermeister von Gaißach, Franz Hartl und Hans Schinnagl. Rathaus-Chef Stefan Fadinger hatte Glück: Das Los hatte sich für seine beiden Stellvertreter entschieden.

Kell fand diese Regelung durchaus sinnvoll: „Einer muss schließlich übrig bleiben, wenn es die beiden anderen derbröselt.“ Hartl und Schinnagl kamen aber unbeschadet ins Ziel, auch wenn sie mit einer Weite von 7,20 Meter nicht mal annähernd am Schanzenrekord von 25,2 Meter kratzen konnten.

Sehr viel näher dran waren da Michael Gilgenreiner und Flori Heinrich mit einer Weite von 21,90 Meter – an diesem Tag der weiteste Sprung bei den Schnablern. „Das ist doch mal eine Marke“, freute sich Kell. Und auch das erste Damen-Team seit 1969 – damals gingen Maria Ertl und Elisabeth Hohenreiter an den Start – schlug sich wacker: 12,90 Meter weit flog der pinke Schnabler von Karina Guggenbichler und Kathrin Gerg. „Das sind harte Weiber“, schwärmte Kell.

Für viele Lacher sorgte die Pauseneinlage über den Brand am Jochberg. Dabei bekamen die beiden Wanderer aus München ihr Fett weg, die verdächtigt werden, in der Nacht auf Neujahr ein Lagerfeuer am Jochberg entfacht und damit einen riesigen Flächenbrand ausgelöst zu haben. „Solche Deppen“, rief Kell ins Mikro, während die Schauspieler betont ungeschickt versuchten, die beiden Bäume im Zielbereich, die die Männer tatsächlich in Brand gesetzt hatten, mit Schnee zu löschen.

Die Musikkapelle Gaißach griff ein anderes heißes Eisen auf: das drohende Aus der Tölzer Geburtshilfe. Zwei Pferde zogen eine „mobile Entbindungsstation“ durch den Schnee. „Wir haben schon etliche Anfragen, ob wir nächste Woche auch noch da sind“, witzelte Dirigent Johann Krinner im original OP-Kittel.

Einen verdienten Applaus erhielten dann auch noch die Helfer aus dem Dorf, vom Roten Kreuz, von den umliegenden Bergwachten sowie von Polizei und Feuerwehr, die maßgeblich zu dem reibungslosen Verlauf der Großveranstaltung beigetragen haben.

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