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Die Feuerwehr Lenggries soll eine neue Drehleiter bekommen. Unser Bild zeigt eine Drehleiter im Einsatz, als vor fünf Jahren die Brauneck-Bergbahn plötzlich stillstand. 

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Straßen, Kanäle, Brücken: So wird 2016

Was planen die Gemeinden 2016 im Isarwinkel? Unsere Zeitung hat sich umgehört, was heuer verwirklicht beziehungsweise vorangetrieben werden soll. Hier eine Übersicht.

Gaißach

Das größte Projekt, so Bürgermeister Stefan Fadinger, ist in der Gemeinde Gaißach die Planung für die Erweiterung des Gewerbegebiets. Außerdem soll der Breitbandausbau weiter vorangetrieben werden. Ein paar Straßenbauarbeiten stehen an: Im Bereich des Einheimischenmodells Anger soll eine kleine Erschließungsstraße errichtet werden. Auch die künftige Energieversorgung von Gaißach soll im Jahr 2016 Thema sein. Dafür wurde eine Studie in Auftrag gegeben. Anhand dieser soll geprüft werden, inwiefern die Stromversorgung durch die Gemeinde erfolgen kann. „Natürlich wird uns auch die Unterbringung von Flüchtlingen weiterhin beschäftigen.“

Greiling

Die Gemeinde Greiling wird sich in diesem Jahr damit befassen, einen Standort für das Feuerwehrhaus zu bestimmen. „Ich hoffe, dass wir das im Januar beschließen und dann die Planung veranlassen können“, sagt Bürgermeister Anton Margreiter. Momentan kommen zwei Standorte in Frage: Entweder der bestehende oder eine grüne Wiese.

Als zweiter größerer Punkt wird 2016 der Greilinger Teil der Kreisstraße Töl 12 saniert. „In diesem Zuge müssen wir uns Gedanken machen, ob wir beispielsweise für den Breitbandausbau gleich Rohre verlegen lassen“, sagt Margreiter. Auch andere Maßnahmen seien denkbar. „Es wird einige längere Sitzungen geben“, prophezeit er.

„Dauerbrenner“ auch im neuen Jahr sei die Flüchtlingsunterkunft am Kranzer. „Da die mobilen Wohneinheiten nur zweieinhalb Jahre stehen dürfen, ist es unsere nächste Aufgabe, einen Standort für die Zeit danach zu suchen“, so Margreiter. „Die Mobilheime gehen ja nicht kaputt. Wir sollten sie so lange wie möglich nutzen.“

Jachenau

Die Dorfneugestaltung und der Umbau des Gasthofs Post stehen im Mittelpunkt der Planungen für 2016, sagt Jachenaus Rathauschef Georg Riesch. Wichtiges Thema wird der Radweg nach Lenggries sein. „Wir hoffen, dass wir ein Teilstück planerisch fertig bekommen“, so Riesch. „Von Bau trau’ ich mich noch nicht zu reden.“ Gleich zu Beginn des Jahres stehen Grundstücksverkäufe im Baugebiet Friedlweide an. Ebenfalls ein Thema: Der Hochwasserschutz an der großen Laine.

Lenggries

„Ein bisschen was haben wir vor“, stapelt der Lenggrieser Bürgermeister Werner Weindl im Hinblick auf das Jahr 2016 tief. Das größte Projekt sei der Hochwasserschutz am Lahnerbach. Hierfür werden, wie berichtet, fünf Millionen aufgewendet. Im Frühjahr soll die Ausschreibung erfolgen. Zugleich wird die Kläranlage umgerüstet, um auch Strom zu erzeugen. Im Ortsteil Leger wird eine neue Brücke über die Jachen errichtet. Kosten: 900 000 Euro. Ebenfalls ein größerer Kostenpunkt ist die Anschaffung einer neuen Drehleiter für die Feuerwehr. Diese wurde gerade ausgeschrieben, Weindl rechnet mit etwa 650 000 Euro. Der Alpenfestsaal soll weiter saniert werden, Grund- und Mittelschule erhalten neue Böden. Ebenfalls ein Thema für die nahe Zukunft: Eine Hackschnitzelheizung am Schulkomplex. Weiterverfolgt wird das Projekt Geh- und Radweg zwischen Jachenau und Lenggries. Momentan stehe der Grunderwerb an. „Eventuell können wir nächstes Jahr beginnen.“ Angesichts der vielen Projekte sagt Weindl: „2016 wird wohl zu kurz sein.“

Reichersbeuern

Im Frühjahr beginnt in Reichersbeuern der Bau der Gehwege an der Tölzer Straße und in der Herdergasse. „Wir werden auch weiter an der Dorfentlastungsstraße bauen“, sagt Bürgermeister Ernst Dieckmann. Das Baugebiet Margeritenweg soll erschlossen werden. Ebenfalls 2016 wird über Sanierung oder Neubau des Rathauses diskutiert werden. „Wir treten in die Planungsphase ein“, so Dieckmann. Ganz bestimmt auch ein Diskussionspunkt: Das interkommunale Gewerbegebiet mit Bad Tölz und Greiling.

Sachsenkam

Die Wasser-Notversorgungsleitung zwischen Sachsenkam und Holzkirchen wird die Gemeinde im Jahr 2016 beschäftigen, sagt Bürgermeister Hans Schneil. Die Bauarbeiten werden etwa 360 000 Euro kosten und „schon ein paar Wochen dauern“, so der Rathauschef. Des Weiteren steht der Schulwegbau auf dem Programm.

Wackersberg

Es wird zwar nicht ganz so viel gebaut in Wackersberg. Dafür sollen etliche Planungen voranschreiten. „Wir werden den Ausbau der Trinkwasserversorgung in Oberfischbach ausschreiben“, sagt Bürgermeister Alois Bauer. Konkret geht es beim nächsten Bauabschnitt um den Anschluss von Oberbuchen, Spiegel und Kellerhof. Ziel ist es außerdem im Jahr 2016, Baurecht für den Saumweg zu erhalten. Wie berichtet soll dort ein Mehrgenerationenhaus errichtet werden. Mit dem Arzbacher Sportheim soll es weitergehen, ebenso mit dem Bebauungsplan Altwirt. „Auch die Containeranlagen für Asylbewerber werden uns beschäftigen.“

Melina Staar

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