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Massenansturm auf Sonntraten in Gaißach: Einheimische verzweifeln - Ärger über SUVs

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Die Sunntraten in Gaißach ist ein beliebtes Ausflugsziel. Doch die Einheimischen klagen nun über den Massenansturm.
Die Sunntraten in Gaißach ist ein beliebtes Ausflugsziel. Doch die Einheimischen klagen nun über den Massenansturm. © Archiv

Nicht nur der Walchensee leidet unter „Overtourism“: Auch auf den Sonntraten in Gaißach gab es an den schönen Herbsttagen einen Ansturm - mit unschönen Szenen.

GaißachBauern und Verbraucher, Naturschützer und Erholungssuchende sollten an einem Strang ziehen. Zwischen ihnen sollte ein Klima von Wertschätzung, Ehrlichkeit und Vertrauen herrschen. So hieß es kürzlich bei einer Naturschutzfachtagung des Bezirks im Kloster Benediktbeuern.

Von wegen! Im Gaißacher Gemeinderat kam jetzt einmal mehr zur Sprache, was auch Sache ist, wenn sich „Stadt und Land“ zu nahe kommen. Kein Wunder nach dem „Overtourism“ am vorvergangenen Wochenende, als auch Gaißach einen regelrechten Massenansturm erlebte. 

Massenansturm auf die Sonntraten in Gaißach: Unschöne Szenen

Die Gemeinderäte Balthasar Bauer und Josef Bauer berichteten in der jüngsten Sitzung von „aggressiven Hundehaltern“, die ihre nicht angeleinten Vierbeiner in den Filzen oder auf den Sonntraten über die Viehweiden laufen und ihr Geschäft verrichten lassen. Wenn man sie daraufhin anspreche, bekomme man „einen Vogel gezeigt oder handfeste Beleidigungen zu hören“.

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Susanne Merk berichtete von „riskanten Überholmanövern“ und davon, dass in den Filzen viele Besucher „die schmalen Wirtschaftswege mit ihren SUVs rechts und links dermaßen zuparken, dass es für landwirtschaftliche Fahrzeuge kein Durchkommen mehr gibt“.

Sonntraten in Gaißach: Gemeinderat fordert nach Massenansturm Stacheldraht

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„Selber schuld“, meinte dazu Gemeinderat Franz Rest: „Beidseitig der Wege Stacheldrahtzäune spannen, dann hört das von allein auf.“ Und der Appell an die Exekutive: „Uneinsichtige noch konsequenter gebührenpflichtig verwarnen.“

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Zugeparkte Rettungswege am Lautersee, mitten im Wald abgestellte Fahrzeuge am Ferchensee – auch im Landkreis Garmisch-Partenkirchen bei Mittenwald macht der Verkehr Probleme. Kommune und Behörde greifen jetzt durch. 

Rainer Bannier

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