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Stimmungsvoll beleuchtet war das Areal vor der Gaißacher Schule, wo sich die Schützen zum Zapfenstreich aufstellten.

Stimmungsvolle Zeremonie

Zapfenstreich: Beeindruckender Auftakt des Patronatstags

Mit einer besonderen Zeremonie feierte die Gaißacher Antlassschützenkompanie am Samstagabend den Auftakt zum Patronatstag des Bunds der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien: Die Aufführung des „Großen Zapfenstreichs“ auf dem Schulsportplatz wurde für die vielen Zuschauer zu einem beeindruckenden Erlebnis.

Gaißach – Begonnen hatte der feierliche Abend mit der Totenehrung und Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal neben der Pfarrkirche St. Michael. Im Anschluss formierte sich die Kompanie zu einem langen Zug – als Ausrichter des Patronatstags waren die Gaißacher Schützen einschließlich Musikkapelle und Spielmannszug 260-Mann-stark ausgerückt. Mit eingereiht hatten sich eine Abordnung der Bundeshauptmannschaft, Vertreter der Isargau-Kompanien sowie eine Fahnenabordnung des örtlichen Veteranenvereins.

Der Schauplatz des Zapfenstreichs im Ortsteil Wetzl war beim Eintreffen des von Fackelträgern begleiteten Schützenzugs bereits in nächtliche Dunkelheit gehüllt – Feuerschalen und auf dem Boden liegende, mit winkeligen Holzschirmen in Richtung Festplatz abgedimmte Lichterketten sorgten für wirkungsvolle Beleuchtung. Von seiner unfreundlichen Seite zeigte sich das Wetter: War es zuvor bereits über geraume Weile ein mehr oder weniger starkes Tröpfeln gewesen, setzte akkurat zu dem Zeitpunkt, als Schützenhauptmann Franz Simon den ranghohen Führungspersonen des Bundes „zum Großen Zapfenstreich angetreten“ meldete, auch der Regen ein. Doch beeinträchtigte dies die imposante Wirkung des höchsten militärischen Zeremoniells kaum. Auf die einführende Serenade mit der Fanfare von „Also sprach Zarathustra“ ließ die Musikkapelle unter Leitung von Hans Krinner jun. den „Koburger“-Marsch und schließlich den Gaißacher Schützenmarsch erklingen. Dem Reglement entsprechend folgt darauf das „Locken“ zum eigentlichen Zapfenstreich, das vom Spielmannszug und Soloflöte unter Tambourmajor Martin Rest ausgeführt wurde. An den Zapfenstreichmarsch schloss sich das „Locken“ zum Gebet. Letzteres wurde instrumental umgesetzt mit dem berührenden Choral „Ich bete an die Macht der Liebe“. Vor dem Ausmarsch bildeten die Bayern- und die Nationalhymne den Schlusspunkt der nächtlichen Inszenierung. 

Rosi Bauer

Großer Zapfenstreich in Gaißach

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