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Jubilare, Vorstandschaft und Bürgermeister: Zum 70. Geburtstag gratulierte der Vorstand des Veteranenvereins Gaißach Sepp Mürnseer (4. v. li.) und Nikolaus Wimmer (4. v. re.). Zu den Gratulante n zählten (v. li.) Thomas Kell (Vorstand), Michael Schwaiger (Stellvertreter), Sepp Kell (Kassier), Thomas März (Fähnrich/alte Fahne), Franz Wieser (Schriftführer), Anton Leichmann (Fähnrich/neue Fahne) und Bürgermeister Stefan Fadinger.

Veteranenverein Gaißach

„Zeitloses Dienen“ für die Heimat

Es standen keine Neuwahlen oder zahlreiche Ehrungen auf der Tagesordnung. Und doch wird der Jahrtag 2017 des Veteranenvereins Gaißach in deren Chronik einen Meilenstein der besonderen Art darstellen.

Gaißach Es war schließlich die letzte Zusammenkunft eines Gaißacher Ortsvereins beim „Jägerwirt“, ehe dieser zum Jahreswechsel seine Pforten für immer schloss. Um noch einmal im großen Saal die Hauptversammlung abhalten zu können und dort auch den abendlichen Festball zu feiern, war der Termin extra noch ins ausklingende Jahr vorverlegt worden.

Vorstand Thomas Kell freute sich über die starke Beteiligung am vorausgegangenen Gottesdienst und bedankte sich noch einmal bei den vielen Helfern, die bei der 1200-Jahr-Feier von Gaißach so tatkräftig mit angepackt hatten. Dazu hatte der Veteranenverein extra eine Kanone aus dem Allgäu geholt, die von Rössern sechsspännig beim Festzug gezogen wurde.

Auch Franz Wieser blickte noch einmal auf die Höhepunkte des zu Ende gehenden Vereinsjahres zurück und hob neben der Jubiläumsfeier und dem Patronatstag der Gebirgsschützen in Gaißach auch den Vereinsausflug nach Kaprun hervor. Mit 31 Teilnehmern war der Schriftführer recht zufrieden, übte jedoch Kritik an der enorm schwachen Beteiligung am Festball des zurückliegenden Jahres. Schnell erklärt hatte Sepp Kell eine starke Minderung des Kassenstandes. „Unser Jubiläumsfest aus dem Jahr zuvor ist noch nicht abgerechnet. Die Bilanz liegt beim Finanzamt. Wir wissen noch nicht genau, wie viel uns an Steuern abgezogen wird. Aber ein bisserl was wird schon übrig bleiben, und dann schaut‘s wieder anders aus“, informierte der Kassier.

Da der Wunsch nach Frieden und Freiheit bei der Bevölkerung Priorität besitzt, glaubt Stefan Fadinger an eine gestiegene Wertschätzung der Bundeswehr. „Es ist viel Sicherheitsbedürfnis vorhanden“, meinte der Bürgermeister bei seinem Grußwort und betrachtete das Dienen für Heimat und Bevölkerung als „zeitlos“. Fadinger weiter: „Im Bewusstsein der Jugend ist die Landesverteidigung zwar in den Hintergrund getreten. Benötigt wird die Bundeswehr jedoch allemal. Der Einsatz in zwölf Krisengebieten macht dies deutlich.“

Der Dank des Bürgermeisters ging an alle, die sich um die Erhaltung und Pflege von Kriegerdenkmälern sowie Gedenkstätten kümmern. Mit der Aufforderung zum abendlichen Festball beendete Vorstand Kell die Versammlung. Seine Bitte wurde erhört, schließlich galt es ja auch Abschied von einem Stück Gaißacher Geschichte zu nehmen. 

Hans Demmel

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