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Galerie für Landschaftskunst veranstaltet Ausstellung zum Thema Tod (in Venedig) am alten Alpamare-Parkplatz

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Von: Felicitas Bogner

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Der ehemalige Parkplatz des Alpamare verwandelt sich nun in eine Kunstausstellung
Der ehemalige Parkplatz des Alpamare verwandelt sich nun in eine Kunstausstellung. © GFLK

Der ehemaliger Alpamare-Parkplatz verwandelt sich in Schauplatz für außergewöhnliche Ausstellung. Am Samstag eröffnet die Galerie für Landschaftskunst das Projekt „Tod in Venedig“.

Bad Tölz – Der schon recht überwucherte und brach liegende Parkplatz des ehemaligen Alpamares an der Seppstraße in Bad Tölz dient im August als Schauplatz für eine neue Ausstellung der Galerie für Landschaftskunst (GFLK). Für die Konzeption der Ausstellung „Tod in Venedig“ zuständig ist Florian Hüttner. Der Titel der Ausstellung bezieht sich direkt auf die von Thomas Mann 1911/12 in Bad Tölz geschriebene gleichnamige Novelle. Der Figur, dem Schriftsteller Gustav von Aschenbach, begegnen im Verlauf der Geschichte mehrere Todesboten. Der Tod ist im Verlauf der Novelle allgegenwärtig.

Verwilderte Fläche wird zum Kunstprojekt

Hüttner erklärt auch die Wahl des nicht ganz üblichen Ortes für eine Kunstausstellung: „Seit das Alpamare geschlossen wurde, liegt der Parkplatz, obgleich mitten in der Stadt gelegen, ungenutzt, und er verwildert.“ Viele Aspekte der Verwilderung des Parkplatzes inmitten der Kurstadt assoziiere er ebenfalls mit dem Thema Sterben. In einer Pressemitteilung zählt er diese genauer auf: Die Verwilderung durch die Pflanzen, die mittlerweile die Asphaltflächen und alten Reklametafel überwuchern, die herumliegenden Abfälle und Zigarettenstummel von Jugendlichen, die sich nachts hier treffen sowie der Parkplatz als Spekulationsobjekt angesichts der steigenden Grundstückpreise – „all das lässt uns einen Todeshauch spüren, der sich langsam, kalt und unerbittlich über diesen Parkplatz legt“, erklärt er.

Die beiden Parameter „Parkplatz“ und „Tod in Venedig“ habe die Galerie für Landschaftskunst den Künstlern an die Hand gegeben. Darüber hinaus seien sie allerdings frei, etwas für diesen Ort zu entwickeln, heißt es in der Mitteilung. Damit ein freies, ergebnisoffenes Experiment entstehen kann, hat die GFLK verschiedene Künstler mit verschiedenen Herangehensweisen an die Materie zu der Gruppenausstellung eingeladen. Beteiligte Künstler bei dem Projekt sind Clegg&Guttmann, Philipp Gufler, Nils Norman, Nana Petzet und Katharina Sieverding.  

Informationen

Die Eröffnung ist am Samstag, 30. Juli, um 18 Uhr. Ab dann gelten folgende Öffnungszeiten: Immer mittwochs bis sonntags von 16 bis 20 Uhr und nach Vereinbarung unter 01 76/80 44 65 38. Zu besuchen ist die Ausstellung bis zum 31. August.

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