Gefängnis für Galavit-Betrüger

Bad Heilbrunn/Kassel - Das Landgericht Kassel verhängt hohe Haftstrafen gegen eine nfünfköpfige Bande. Ein Arzt wird noch im Gerichtssaal wegen Fluchtgefahr festgenommen.

"Alles war auf Betrug ausgelegt - es sollte Geld gemacht werden": Das ist der zentrale Satz im Urteil des Kasseler Landgerichts. Die 3. Strafkammer unter dem Vorsitzenden Richter Heinrich Becker sprach am Mittwoch im "Galavit"-Prozess gegen die fünf Angeklagten wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs teils langjährige Haftstrafen aus.

Bemerkenswert: Nach gut zwei Stunden Urteilsbegründung ließ die Strafkammer den Mediziner Eike R. noch im Gerichtssaal wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft nehmen. Der Arzt hatte bis Mitte des Jahres 2000 in der damaligen Bad Heilbrunner Privatklinik des umstrittenen Krebsarztes Nikolaus Klehr Patienten mit dem russischen Präparat Galavit behandelt. Nach Streitigkeiten mit Klehr wechselte Eike R. dann nach Nordhessen.

R. wurde gestern zu fünf Jahren und acht Monaten Gefängnis verurteilt. Dort bleibt auch Falko D., der bereits seit Ende 2005 hinter Gittern sitzt. Er erhielt sieben Jahre und drei Monate Haft. Die weiteren Mittäter erhielten drei beziehungsweise je ein Jahr Gefängnis.

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