Isarwinkel-Stand auf der Consumenta in Nürnberg: die Lenggrieser Tourismusvereins-Vorsitzende Veronika Stöckner und Christoph Kilian (Arabella Brauneck Hotel).

Gema liegt den Privatvermietern im Magen

Lenggries - Um die Ergebnisse eines Besuchs in der Münchner Gema-Zentrale geht es unter anderem, wenn der Lenggrieser Tourismusverein am Dienstag zusammenkommt.

Die Gema liegt den privaten Vermietern im Isarwinkel mit ihren Forderungen im Magen. Ein Treffen in der Münchner Gema-Zentrale brachte Neuigkeiten, vom Eis ist die Kuh damit allerdings noch lange nicht.

Der Lenggrieser Tourismusverein kämpft beim Thema Gema für die Interessen der Privatvermieter - Ende Oktober stieß er ein Treffen in München an, dem auch der Verband Tourismus Oberbayern München (TOM) beiwohnte.

Privatvermieter sollen für ihre Radios und Fernseher vier Jahre rückwirkend Gema-Gebühren nachzahlen, „obwohl es dazu gar kein Grundsatzurteil gibt“, ärgert sich Veronika Stöckner. Die Vorsitzende des Vereins und die Mitglieder fordern, dass zumindest die rückwirkenden Ansprüche fallengelassen werden. „Aber in München wurden nur 20 Prozent Rabatt angeboten - und das ist einfach zu wenig, denn wir Privaten sind der Meinung, dass uns das Gema-Thema gar nicht betrifft.“ Und selbst diese 20 Prozent müssten erst noch von der Gema-Chefetage befürwortet werden.

Es gibt also genug zu diskutieren, wenn der Tourismusverein am morgigen Dienstag ab 19 Uhr im Gasthof Wiesenwirt zu seiner nächsten Versammlung zusammenkommt. „Jeder Interessierte ist eingeladen“, so Stöckner. Und dieser Satz ist kein Allgemeinplatz. „Wir arbeiten mit den Tourismusvereinen in Jachenau und Gaißach zusammen, und Vermieter aus Wackersberg treten unserem Verein bei. Die anderen Gemeinden wird das Thema unweigerlich auch treffen - deshalb freuen wir uns, wenn wir schon jetzt möglichst viele Vermieter informieren können“, sagt die Lenggrieser Vorsitzende.

Der Dreiklang mit Jachenau und Gaißach - die Wackersberger Tourismusstrukturen sind noch in der Aufbauphase - hat sich vergangene Woche auch im Fränkischen bestens bewährt. „Wir waren mit einem Stand auf der Consumenta in Nürnberg vertreten“, so Stöckner. An neun Ausstellungs-Tagen seien insgesamt zehn Mitstreiter aus dem Isarwinkel vor Ort gewesen - und auch die Tourismusregion Tölzer Land war dabei. Am Stand konnten große und kleine Besucher eigenes Kräutersalz herstellen. „Das fertige Gewürz wurde in kleine Beutel gepackt, auf die der QR-Code für unseren Internetauftritt gedruckt war - das hat das Tölzer Land für uns vorbereitet“, sagt die Vorsitzende. Der Stand, an dem auch Gaißacher Schnaps und Hirschkuss ausgeschenkt wurden, sei somit ein echtes Isarwinkler Gemeinschaftsprojekt gewesen - und wird ebenfalls Thema bei der Versammlung sein.

jhd

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