Fassungslos: Manuela Teichmann mit ihrem Beagle-Baby Kiara. Foto: arp

Giftige Gurke am Wegesrand: Hund Kiara kämpft mit dem Tod

Bad Tölz - Manuela Teichmann ist fassungslos: Um ein Haar wäre ihr zehn Monate alter Hund Kiara an einer Vergiftung gestorben. Die Tölzerin ist überzeugt: Es war das Werk eines Tierhassers.

An der Isarpromenade habe jemand absichtlich eine vergiftete Gurke ausgelegt, sagt die 38-Jährige.

Es war am Montag gegen 19.30 Uhr, als Teichmann gemeinsam mit einer Freundin und dem jungen reinrassigen Beagle an der Isar spazieren ging. Der neugierige Hund mit den langen Schlappohren erkundete ungestüm die Umgebung. Nahe des Wohnmobilparkplatzes an den Much-Garagen fand er auf einem Rasenstück zwischen Fluss und Promenade eine Essiggurke. Normalerweise ist das nicht gerade die Leibspeise von Hunden, doch Kiara ist nicht heikel: „Sie frisst sogar Paprika“, sagt das Frauchen. „Noch ehe ich Aus oder Pfui sagen konnte, hatte Kiara die Gurke schon verschluckt.“

Die Folgen zeigten sich etwa eine Stunde später daheim in der Wohnung am Lettenholz. Der Beagle begann zu erbrechen und brach rasch zusammen. Die alarmierte Hundehalterin brachte ihren Liebling unverzüglich in eine nah gelegene Tierarztpraxis am Bahnhof.

Die Diagnose des Arztes sei eindeutig gewesen, berichtet Teichmann: Vergiftung. „Ich habe sogar einen Beutel mit dem Erbrochenen mitgenommen, aber eine Analyse wäre zu teuer gewesen.“ Bis spätabends habe der Doktor um das Leben des Rassetiers gekämpft, dann war es über den Berg.

Nun möchte Manuela Teichmann andere Hundehalter warnen. Sie sollen beim Spaziergang Vorsicht walten lassen und genau darauf achten, was ihre Lieblinge fressen. Erklären kann sie sich nicht, warum jemand am Wegesrand Gift auslegt. Keiner müsse Hunde mögen – ein Grund, Tiere zu töten, sei das aber nicht. „Ich verstehe das nicht, so ein Hund tut doch keinem was und kann nichts dafür.“ (ast)

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