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Dreierteam der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film: Die Studenten (v. li.) Melissa Byrne, Markus Schindler und Jona Salcher interessiert die Bedeutung von Gipfelkreuzen. 

Kurzfilm geplant

Doku hinterfragt das Gipfelkreuz

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Greiling - Drei Studenten planen einen Kurzfilm, in dem sie sich aus verschiedenen Perspektiven mit Gipfelkreuzen beschäftigen. Die Kamera führt der 27-jährige Greilinger Markus Schindler. 

„Ich will keine Schickimicki-Sets konstruieren“, sagt Markus Schindler. Viel lieber beschäftige er sich mit echten Geschichten. Die vom umgehackten Gipfelkreuz auf dem Scharfreiter fasziniert ihn so sehr, dass der 27-jährige Greilinger nun zusammen mit zwei Kommilitonen einen Film darüber dreht.

Die Dokumentation ist ein Projekt für die Münchner Hochschule für Fernsehen und Film (HFF), an der Schindler sich zum Diplomkameramann fortbildet. Die Regie übernimmt Dokumentarfilm-Student Jona Salcher (20), für die Produktion ist Melissa Byrne (19) zuständig. Die Vorgaben der Hochschule: drei Drehtage und ein 400-Euro-Budget für maximal zehn Minuten Film. Außerdem muss die Kurz-Doku in Schwarz-Weiß gehalten sein.

Die drei Studenten wollen die Bedeutung von Gipfelkreuzen diskutieren und viele Meinungen abbilden. „Ich finde das Thema sehr ambivalent und total spannend“, sagt Schindler. Für ihn selbst sei das Kreuz am Berg weniger religiös aufgeladen, sondern eher ein Begegnungsort. „Es markiert die Stelle, an der man sich sagt: Wir haben es geschafft.“ Schindler könne auch verstehen, dass die Berge in manch anderen Ländern unberührt bleiben.

Der Film soll von atmosphärischen, ruhigen Bildern leben. „Wir wollen die klassische Interviewsituation vermeiden“, erklärt der Greilinger, der zuletzt als freiberuflicher Kamera-Assistent gearbeitet hat – unter anderem für den Haushamer Regisseur Marcus H. Rosenmüller. Schindler schwebt vor, Menschen am Ort des Geschehens sprechen zu lassen. Martin Schnitzer habe bereits zugesagt. Als Vorsitzender der Tölzer Stadtkapelle hat er die Segnung des neuen Gipfelkreuzes am Scharfreiter begleitet. „Wir werden auf jeden Fall dort drehen“, sagt Schindler. Regisseur Jona Salcher ist dafür prädestiniert. Seit Jahren filmt und fotografiert der Südtiroler in den Alpen. Salcher gewann bereits Preise bei mehreren Fotowettbewerben. Im April muss die Doku fertig geschnitten sein. Im Anschluss wollen die drei den Film veröffentlichen.


Gesprächspartner gesucht:

Die drei Studenten suchen für die Recherche – nicht zwingend für den Film selbst – Gesprächspartner, die gerne über Gipfelkreuze reden und eine Meinung dazu haben. Wer Interesse hat, kann sich an Melissa Byrne (E-Mail: byrne.hff@gmail.com) wenden.

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