Die Greilinger Flieger setzen mittlerweile voll auf Elektro-Flugbetrieb.
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Die Greilinger Flieger setzen mittlerweile voll auf Elektro-Flugbetrieb.

Antrag

Elektrostarts in Greiling: Flieger hoffen auf generelle Genehmigung

  • vonEwald Scheitterer
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Die Luftsportvereinigung Greiling hat beantragt, dass auf dem örtlichen Flugplatz Elektrostarts dauerhaft genehmigt sind. Der Gemeinderat will vorher aber noch zwei Fragen klären.

Greiling – Vertagt hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Entscheidung über den Antrag der Luftsportvereinigung (LSV) Greiling, Elektrostarts künftig generell zu genehmigen. Bislang wurde die gemeindliche Erlaubnis jeweils für ein Jahr erteilt. Allerdings machte Bürgermeister Anton Margreiter klar, dass es nur noch an Kleinigkeiten hakt: „Insgesamt können wir mit dem praktizierten Elektroflug ganz gut leben. Deshalb bin ich überzeugt, dass, wenn die restlichen Fragen geklärt werden, wir in der nächsten Sitzung auf einen guten Weg kommen.“

Bislang konnten auch die Flieger mit der gegebenen Situation ganz gut leben, doch nun macht ihnen der geplante Bau der Tölzer Nordumgehung einen Strich durch die Rechnung. Da die neue Trasse einen Teil der Landebahn abschneiden wird, verliert der Flugplatz seine Betriebserlaubnis. Um die erneute luftrechtliche Genehmigung zu erlangen, hofft der LSV auf eine Beschleunigung des Verfahrens, wenn künftig das dauerhafte gemeindliche Placet für die Durchführung von Flugbetrieb mit Elektrostarts vorliegt.

Ausnahme-Genehmigung für den Motorflug in Greiling bleibt außen vor

„Prinzipiell soll sich ja nichts ändern“, warb der Rathauschef für den Antrag. So soll der Flugbetrieb auch künftig nur für Fluggeräte mit Elektroantrieb zugelassen werden. Zudem gelte weiterhin, dass sich maximal fünf Fluggeräte gleichzeitig in der Luft befinden dürfen. Außen vor bleiben die Ausnahme-Genehmigungen für Motorflug, die bislang an zwei Wochenenden jährlich für Veranstaltungen mit Fallschirm-Springern erteilt worden waren.

„Da brechen wir uns keinen Zacken aus der Krone, wenn wir die dauerhafte Genehmigung erteilen“, befand Zweiter Bürgermeister Christoph Kitterle. Allerdings wollte das Gremium wissen, inwieweit sich eine dauerhafte Flugbetriebs-Erlaubnis auf das neue Genehmigungs-Verfahren auswirken würde: „Wäre das lediglich eine Verzögerung von ein paar Wochen oder würde das Luftamt Süd dann keine Genehmigung erteilen?“

Verhältnis zwischen Fliegern und Gemeinde ist mittlerweile sehr gut

Des Weiteren störten sich einige Gemeinderatsmitglieder daran, dass aus dem Antrag nicht deutlich genug hervorgehe, inwieweit das auch den Betrieb der Modellflug-Gruppe des Vereins mit einschließt und ob Letztere eventuell noch mit den sehr lauten Benzin-Motoren fliegen.

Diese beiden Kernfragen sollen nun noch abgeklärt werden. „Da wollen wir uns einfach nur rückversichern, ob es von unserer Zustimmung abhängt, ob die neue Flugplatz-Betriebserlaubnis nur verzögert oder verhindert wird“, erklärte Margreiter. Insgesamt betonte er, dass das Verhältnis mit den Fliegern mittlerweile „außerordentlich gut ist. Ganz anders als früher, als vieles noch sehr kontrovers diskutiert wurde.“

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(Von Ewald Scheitterer)

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