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Leicht und leise: Besucher bewundern am Greilinger Fluggelände ein Elektro-Trike.

Flugtag in Greiling

Elektroflieger scheuen nur den Regen

Einiges los war bei den  Elektroflugtagen auf dem Greilinger Flugplatz. Die dort ansässige Luftsportvereinigung hatte dazu eingeladen.

Greiling „Strom verträgt nicht so gut mit Wasser“, sagte der Mittenwalder Michael Oswald schmunzelnd, als er am Sonntag rasch sein Elektro-Fluggerät abdeckte, nachdem eine tiefschwarze Wolke über das Greilinger Fluggelände an der Tölzer Flinthöhe heranzog. Zum zweiten Mal hatte die dort ansässige Luftsportvereinigung Greiling zu den „Elektro-Flugtagen“ eingeladen. Um die 150 Besucher wurden am Samstag bei herrlichem Flugwetter gezählt. Am Sonntag waren dann auch an die 100 gekommen, ehe die besagte Regenfront für einen jähen Abschluss sorgte. „Mit dem Zuspruch waren wir ganz zufrieden“, erklärte Vereinsvorsitzender Peter Brickwede.

Da es sich beim sogenannten Elektroflug um eine relativ junge Disziplin handelt, war freilich das Fachpublikum in der Überzahl. So war etwa vom Flugplatz Königsdorf gleich eine ganze Delegation gekommen. „Die ganze Veranstaltung ist ja auch weniger als Flug-Show gedacht, sondern als Möglichkeit, um gegenseitig Erfahrungen auszutauschen“, sagte Oswald.

Mittlerweile sind bekanntlich auf dem Greilinger Flugplatz nur noch Windenstarts von Hängegleitern (Drachen) sowie Gleitschirmen gestattet. Nach dem Einstieg in den „Elektroflug“ 2012 sind hier alle Arten von Ultraleichtflugzeugen mit Elektroantrieb zugelassen. „Das Problem hierbei ist dasselbe wie beim Auto mit E-Antrieb. Das Teure sind die Batterien“, merkte Brickwede an.

Auch eine Premiere gab’s zu sehen: Ein Elektro-Trike, das antriebslose Flug-Drachen in die Lüfte ziehen kann. Insgesamt konnten am Wochenende elf E-Fluggeräte und einige Modell-Flugzeuge am Boden und in der Luft bewundert werden. Bei den E-Fliegern gibt es zwei Philosophien: „Die einen wollen möglichst lange fliegen, andere suchen mehr – wie auch ich – die Thermik“, erklärte Oswald, dessen Fluggerät recht akzeptable Segelflug-Eigenschaften aufweist. Angetrieben wird sein Flieger von einer 17-Kilowatt-Batterie mit 50 A/h. „Das reicht normalerweise für 25 Minuten Flugzeit mit einem Akku“, erklärte der Pilot und fügte lächelnd an: „Am Samstag war ich damit dank guter Thermik etwa eineinhalb Stunden ohne Probleme in der Luft.“ esc

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