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Gemeinderat Greiling

Ja zum Waldkindergarten

Die Weichen für eine „Oachkatzlgruppe“ im Kindergarten Greiling sind gestellt. Unter dem Motto „geh ma naus in Woid“ soll bis zum Beginn des neuen Kindergartenjahrs im September eine Waldkindergartengruppe den Betrieb aufnehmen.

Greiling  In der jüngsten Sitzung wurde den Greilinger Gemeinderäten das Konzept für den Waldkindergarten vorgestellt. „Unsere Tagesstätte ist ab September zu 100 Prozent ausgelastet. Wir konnten zwar alle Kinder unterbringen, einen Puffer für Nachzügler haben wir aber nicht mehr“, erklärte eingangs Bürgermeister Anton Margreiter. Um diese unbefriedigende Lage abzufedern, habe man sich im Gemeinderat bereits Gedanken über die Auslagerung einer Gruppe zum Beispiel ins Feuerwehrgerätehaus gemacht.

Die Lösung brachte laut Margreiter das Engagement einiger Eltern, die die Gründung eines Waldkindergartens vorschlugen und sich mit viel Elan und Herzblut in die vorbereitenden Arbeiten stürzten. Mit ins Boot geholt wurde Martina Schmid, die als Leiterin der Greilinger Kindertagesstätte für das Projekt zuständig sein wird.

Der Aufenthalt in der Natur bietet den Kindern eine Vielzahl von Entwicklungsmöglichkeiten. Die Bewegung in der freien Natur beugt Übergewichtsproblemen vor, sie fördert die Kommunikation und Hilfsbereitschaft untereinander, so der Grundgedanke beim Waldkindergarten. Mangels vorgefertigtem Spielzeug werde die Kreativität angeregt. Das Erfassen, Begreifen und Entdecken von Dingen, mit denen man in der Natur spielen kann, werde geschult, so Martina Schmid. Ein achtsamer Umgang mit der Natur sei eine weitere wichtige Erfahrung für das Leben. Und natürlich sollen die Kinder Spaß haben. Der Gang in den Wald, Rollenspiele zu machen und vieles mehr, bedeute für sie jedes Mal ein großes Abenteuer.

Als Rückzugsbereich dient ein beheizbarer Bauwagen der gemütlich eingerichtet werden soll und in dem auch Ersatzkleidung bereitgehalten wird. Hygiene sei anders als in einer KiTa. Der Waldkindergarten ist aber mit einer Biokläranlage ausgestattet. Bei extremer Witterungslage, wenn der Aufenthalt im Wald als gefährlich eingestuft wird, kann in den herkömmlichen Kindergarten umgezogen werden. „Wir machen da Platz“, versprach Schmid.

Das Vorschulprogramm wird auch im Waldkindergarten durchgeführt. Zu den täglich stattfindenden Übungen gibt es noch Kurse im Bauwagen, und einige Male werden mit den Regelkindergartenkindern die Plätze getauscht. Wie beim regulären Kindergarten werden die Kinder von einer Erzieherin und einer Kinderpflegerin betreut. Die maximale Anzahl ist auf 18 Mädchen und Buben beschränkt. Die Gebühren sind die gleichen wie beim regulären Kindergarten.

Auf die Vorteile eines Waldkindergartens für die Gemeinde wiesen die Elternbeiräte Stefanie Rieder-Haas und Christoph Mair hin. Letzterer stellte vor allem den finanziellen Aspekt heraus. Da die Gemeinde kein eigenes Gebäude erstellen müsse und auch keinen Wasser- und Stromanschluss brauche, sei der finanzielle Aufwand überschaubar. Mit einem Grundstück sind die engagierten Eltern auf einem guten Weg. Mögliche Probleme mit den Jagdpächtern sollen noch ausgeräumt werden. Im Gemeinderat gab es jedenfalls nur Befürworter.

Die Eltern wollen selber ihren Beitrag leisten und haben in Zusammenarbeit mit der Raiffeisenbank im Oberland eine Crowdfunding-Aktion für den Waldkindergarten ins Leben gerufen. Dazu werden in den nächsten 14 Tagen noch 98 Unterstützer gesucht.

Näheres erfährt man unter dem Link www.oberlandbank.viele-schaffen-mehr.de/oachkatzl-greiling. 

ps

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