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Ausgeschaukelt: Die Gemeinde Greiling hat den Spielplatz gesperrt.

Gemeinderat

Ausgeschaukelt: Gemeinde Greiling sperrt Spielplatz

Bei einer Prüfung des Greilinger Spielplatzes stellte der Kontrolleur gravierende Mängel fest. Die Gemeinde hat jetzt reagiert.

Greiling – Am Dienstagabend beschäftigte sich der Greilinger Gemeinderat bei hochsommerlichen Temperaturen mit dem Haushalt, der – wie immer – nicht auf Kante genäht ist, sondern Spielraum für unerwartete Kosten beinhaltet. Nicht auf der Agenda des Haushalts hatte man die Sanierung der Spielgeräte des Kinderspielplatzes, an denen der Zahn der Zeit intensiv genagt hat.

Aufmerksam wurde man laut Bürgermeister Anton Margreiter bei einer Untersuchung durch einen unabhängigen Fachmann, der die Spielplätze in den drei VG-Gemeinden kritisch unter die Lupe genommen hatte. „Bei uns hat der Prüfer erhebliche Mängel gefunden, die eine Sperrung des Spielplatzes unumgänglich machten“, sagte Bürgermeister Margreiter. „Hier geht es um die Sicherheit der Kinder.“

Eine generelle Lösung des Problems ist nicht in Sicht. Einige Spielgeräte sollen ersetzt, andere repariert werden. Auch die Schaukel ist längst in die Jahre gekommen und muss erneuert werden. Erschwert wird ein Austausch, weil sie in einem Bereich aufgestellt ist, der nicht der Gemeinde, sondern den Etzrechtlern gehört und kein Pachtvertrag besteht. Verständlich, dass das Gemeindeoberhaupt auf die Planungssicherheit verwies, bevor man größere Investitionen tätige. Vorerst wurden 6000 Euro für den laufenden Betrieb und weitere 20 000 Euro für die Spielgeräte bereitgestellt.

Gemeinde Greiling investiert viel Geld in Feuerwehrhaus

Absolut höchster Einzelposten bei den Investitionen im Vermögenshaushalt ist mit einer Million Euro der Neubau des Feuerwehrhauses, für den bereits 33 000 Euro als Teilzuschuss eingegangen sind. Im Vorjahr hat die Gemeinde bereits 406 000 Euro dafür ausgegeben. „Wir sind im Kostenrahmen“, stellte Margreiter fest.

Nicht abschätzbar war beim Neubau der Kinderkrippe der relativ hohe Anteil an Kleinkindern im Alter ab einem Jahr. Deshalb habe man auf eine Duschmöglichkeit für die Kleinkinder verzichtet. Dieser Mangel soll nun im Sommer mit einem überschaubaren finanziellen Aufwand von 6000 Euro abgestellt werden.

Beim Tiefbau steht der Ausbau des Karwendelweges an (400 000 Euro). Der Ausbau „Feil“ wird auf 100 000 Euro geschätzt, wobei hier 90 000 Euro als Anliegerbeiträge wieder in den Gemeindesäckel zurückfließen. Für den Breitbandausbau will die Gemeinde für die Verlegung von Leerrohren für Glasfaserkabel 80 000 Euro bereitstellen. Sicher ist sich der Rathauschef, dass „wir die Sanierung des Lehrerwohnhauses mit einem Aufwand von 100 000 Euro hinbekommen“.

Zur Finanzierung des Etats ist eine Entnahme aus der Rücklage in Höhe von 1,78 Millionen Euro notwendig. Die Rücklagen sinken dadurch von 3,2 Millionen Euro auf 1,44 Millionen Euro. In einer Vorausschau bis 2022 wird der Sparstrumpf der Gemeinde in drei Jahren wieder die Zwei-Millionen-Euro-Grenze erreichen. Die Schulden schrumpfen im gleichen Zeitraum von 107 500 Euro auf 20 000 Euro. ps

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Auch in Bad Tölz gibt es an einigen Spielplätzen Handlungsbedarf:  Masterplan für Tölzer Spielplätze.

Eine große Baustelle unterhält derzeit auch das Staatliche Bauamt an der B472 bei Greiling: B472-Baustelle bei Greiling: Große Maßnahme, kleine Behinderungen

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