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Der rote Pfeil markiert den Teil des ehemaligen Militärflugplatzes, den die Gemeinde Greiling kaufen will. Die Fläche wird im Norden von dem Verlauf der künftigen Tölzer Nordumfahrung abgegrenzt.

Gemeinderat

Greiling will Flugplatz kaufen

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Greiling - Die Gemeinde Greiling will einen Teil des ehemaligen amerikanischen Militärflugplatzes kaufen. Dazu muss der Gemeinderat am Dienstgabend einen Grundsatzbeschluss fassen.

Bereits seit vielen Jahren ist die Gemeinde in Verhandlung mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima). Diese Nachfolgeorganisation der Bundesvermögensverwaltung ist Eigentümerin des insgesamt 22 Hektar großen „Bo-Baker-Army-Airfields“. Eine rund 3,3 Hektar große Teilfläche will nun die Gemeinde kaufen. Dabei handelt es sich laut Bürgermeister Anton Margreiter um eine Fläche südlich des ehemaligen Flugfelds, das durch die geplante Tölzer Nordumfahrung durchschnitten wird. Der nördliche Teil soll weiter von der Luftsportvereinigung (LSV) Greiling genutzt werden.

„Wir wollen das 36 552 Quadratmeter große Grundstück kaufen“, sagt Margreiter. Dafür wurde bereits 2015 ein Verkehrswertgutachten erstellt. „Doch das orientiert sich irrtümlicherweise immer noch an den Planungswünschen der Gemeinde aus dem Jahr 1996“, so der Bürgermeister. Damals sei in diesem Gebiet eine Nutzung als Gewerbemischgebiet vorgesehen gewesen. Doch das habe sich zerschlagen, weil man nun das interkommunale Gewerbegebiet Am Kranzer im Auge habe. Dort ist bekanntlich seit Januar die gemeinsame Flüchtlingsunterkunft der Verwaltungsgemeinschaft untergebracht. „Doch diese Fläche muss spätestens Ende 2018 wieder geräumt sein“, gibt Margreiter zu bedenken. „Als Nachfolgestandort für die Mobilheime würde sich der Standort auf dem ehemaligen US-Flugplatzgelände gut eignen“, sagt der Bürgermeister. Darüber hinaus sollte nun festgestellt werden, welche Nutzung auf dieser Fläche überhaupt möglich ist. Teile davon sind laut Margreiter nämlich Biotopflächen. Aus diesem Grund sollte nach Meinung des Bürgermeisters eine belastbare Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben werden.

Kontakte zwischen der Bima und der Gemeinde gibt es schon seit einiger Zeit. Nach dem jüngsten Schriftverkehr von Anfang Februar hat die Bundesanstalt die Fläche bereits dem Freistaat Bayern und auch dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen als mögliche Liegenschaft zur Unterbringung von Flüchtlingen angeboten. Die Antwort steht noch aus.

Zuvor aber will die Gemeinde Greiling mit der Bima ins Geschäft kommen. Ausschlaggebend dürfte der Kaufpreis für die über 36 500 Quadratmeter große Fläche sein. Hier kommt es nach Ansicht Margreiters darauf an, wie viele Bereiche des Gesamtgrundstücks sich entwickeln lassen. Den Schlüssel dazu soll die Machbarkeitsstudie liefern, die der Gemeinderat ebenfalls in Auftrag geben will.

Gemeinderat

Die Greilinger Sitzung findet am heutigen Dienstag im Gemeindezentrum statt. Beginn ist um 19.30 Uhr. Auf der Tagesordnung stehen außerdem Anträge der Luftsportvereinigung Greiling zum Start von Ultraleichten Luftsportgeräten und auf Genehmigung von Fallschirmsprungbetrieb. Zudem will der Gemeinderat die Gebühren für die Kindertagesstätte überprüfen.

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