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Das Greilinger Feuerwehrhaus ist in die Jahre gekommen. Da die Erweiterung im Ortskern schwierig ist und sich die Etzgemeinschaft nicht auf einen Verkauf des Lagerhauses einigen konnte, bleibt nur ein Neubau am Ortsrand. 

Greilinger Projekt

Feuerwehrhaus: Neubau auf der grünen Wiese

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Greiling - Einen wichtigen Schritt in Sachen Feuerwehrhaus-Neubau hat der Greilinger Gemeinderat getan: In der Sitzung am Dienstag einigte man sich auf den Standort am Ortsrand und beschloss einstimmig, den Flächennutzungsplan zu ändern und einen Bebauungsplan aufzustellen.

Das 1963 im Ortszentrum errichtete Feuerwehrhaus ist in die Jahre gekommen. Auch mit Blick auf die Unfallverhütungsvorschriften „ist es einfach nicht mehr zeitgemäß“, sagt Bürgermeister Anton Margreiter auf Anfrage. Zuletzt waren drei Varianten im Gespräch: Ein Anbau an das bestehende Haus an der Ecke Sachsenkamer-/Tegernseer Straße, ein Neubau im Bereich des ehemaligen Raiffeisen-Lagerhauses in unmittelbarer Nachbarschaft, das der Etzgemeinschaft gehört, oder eben ein Neubau auf der grünen Wiese. Die ersten beiden Varianten sind vom Tisch. Die Erweiterungsmöglichkeiten im Ortskern sind gering. Unter den Etzrechtlern habe sich zudem keine Einigkeit erzielen lassen, das Gebäude zu verkaufen, berichtete Gemeinderat und Rechtler-Vorstand Georg Bichlmair in der Gemeinderatssitzung. „Somit ist das gestorben.“

Was bleibt, ist der Neubau Ortseingang aus Richtung Tölz kommend. „Es ist die einzige Möglichkeit, die übrig geblieben ist“, fasste Vize-Bürgermeister Josef Schlechta zusammen. Er hatte bei dem Tagesordnungspunkt die Sitzungsleitung, weil das ins Auge gefasste Grundstück Rathauschef Anton Margreiter gehört. In nichtöffentlicher Sitzung ging es dann um die Konditionen, zu denen er das 1850 Quadratmeter große Areal verkaufen würde. „Ich habe wirklich sehr faire Preisvorstellungen“, sagt Margreiter auf Anfrage. Sobald alles in trockenen Tüchern sei, würde der Prozess auch öffentlich gemacht. „Es geht hier ja um öffentliche Gelder.“ Dem Bürgermeister ist durchaus bewusst, dass diese Konstellation bei dem einen oder anderen anecken könnte. „Wir haben im Vorfeld wirklich immer wieder versucht, etwas anderes zu finden“, betont er. Aber Aufrufe in der Zeitung und im Dorfboten hätten null Resonanz gebracht. Auch als man gezielt Besitzer von geeigneten Grundstücken angesprochen habe, sei man nur auf Ablehnung gestoßen. Fakt sei aber auch, dass Greiling ein neues Feuerwehrhaus brauche. „Wir eiern da ja schon so lange rum.“

Ein erster Entwurf für die Flächennutzungsplanänderung soll laut Bürgermeister bis April vorliegen. Danach muss ein vorhabensbezogener Bebauungsplan entwickelt werden. Da dafür zahlreiche Stellungnahmen von Behörden und anderen Stellen eingeholt und bewertet werden müssen, kann das durchaus dauern. „Ich hoffe, dass wir Mitte 2017 bauen können“, sagt Margreiter. „Vermutlich ist das Wunschdenken. Aber ich bin eben Optimist.“

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