Durch die abschreckende Wirkung der Blitzer werde mittlerweile insgesamt moderater gefahren und so die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer erhöht, sagte der Bürgermeister.
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Durch die abschreckende Wirkung der Blitzer werde mittlerweile insgesamt moderater gefahren und so die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer erhöht, sagte Bürgermeister Anton Margreiter.

Verkehrsüberwachung

Blitzer-Bilanz der Gemeinde Greiling: Mehr Kosten als Einnahmen

  • vonEwald Scheitterer
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Mehr Geld ausgegeben als eingenommen - das ist die Bilanz der Gemeinde Greiling in Bezug auf die Verkehrsüberwachung. Trotzdem soll weiterhin geblitzt werden.

Greiling – Aufgeräumt werden soll mit der weitverbreiteten irrigen Meinung, dass sich eine Gemeinde durch den Einsatz von „Blitzern“ lediglich auf Kosten der Bürger bereichern wolle. So wurden in der Sitzung des Greilinger Rats die jüngsten Zahlen des Zweckverbands Kommunales Dienstleistungszentrum Oberland bekannt gegeben. Verkehrssachbearbeiterin Michaela Hering erklärte dabei unmissverständlich: „Seit wir dem Zweckverband im Jahr 2016 beigetreten sind, haben wir damit durchschnittlich pro Monat rund 340 Euro Defizit gemacht.“

Bürgermeister Anton Margreiter hatte aber „den Eindruck, dass sich die Auswirkung der Verkehrsüberwachung des fließenden Verkehrs positiv bemerkbar gemacht hat“. Durch die abschreckende Wirkung der Blitzer werde mittlerweile insgesamt moderater gefahren und so die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer erhöht, merkte Margreiter an.

Im Jahr 2020 hatte der Zweckverband im Greilinger Ortsgebiet insgesamt an 117 Stunden die Geschwindigkeit der Fahrzeuge gemessen. Dabei waren 382 Fahrzeuglenker wegen überhöhter Geschwindigkeit zur Kasse gebeten worden. „Dies entspricht einer Beanstandungsquote von insgesamt 8,88 Prozent“, so Hering. Zum Vergleich: Im gesamten Bereich des Zweckverbands, der sich über mehrere Landkreise erstreckt, lag diese Quote bei 5,7 Prozent.

Die Zahlungen der Verkehrssünder bescherten der Gemeindekasse im vergangenen Jahr Einnahmen in Höhe von gut 8000 Euro. Die Kosten für die Einsätze des Zweckverbands miteingerechnet, war es dann allerdings zum anfangs genannten Minus gekommen.

Der Tenor im Rat aufgrund der vorgelegten Zahlen war eindeutig. Diese zeigen deutlich, dass es berechtigt ist, diesen Dienst in Anspruch nehmen. Positiv bewertet wurde zudem von Claudia Petzl, dass die Zahlen auch im Gemeindeblatt veröffentlicht werden. „Da kann dann jeder sehen, dass das Geld insgesamt gut angelegt ist.“

Hering stellte letztlich fest, dass das Ganze eine politische Entscheidung ist, die zeigt, „dass zu Gunsten der erhöhten Verkehrssicherheit im Dorfgebiet den Gemeinderäten diese Ausgaben wert sind“. So fiel dann am Ende der Beschluss auch einstimmig aus, dass in Greiling weiterhin regelmäßig geblitzt wird.  

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