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Die Bewerber der Freien Wählergemeinschaft Greiling: (hinten, v. li.) Stefan Endraß, Florian Funk, Johann Fichtner, Georg Bichlmair, Thomas Koch, Christoph Kitterle, Markus Pirchmoser, Martin Bauer, (vo. , v. li.) Günter Mienert, Cornelia Wuitschik, Bürgermeister Anton Margreiter, Daniela Steinberger, Manuela Schrall, Claudia Petzl. Nicht auf dem Bild: Ines Schmuck und Gregor Fischhaber. 

Nominierungsversammlung

Kommunalwahl 2020: Anton Margreiter geht erneut ins Rennen

Die Freie Wählergemeinschaft Greiling hat Bürgermeister Anton Margreiter erneut nominiert. Als zentrale Themen nannte er das Dorfzentrum und die Tölzer Nordspange. 

Greiling – Die Freie Wählergemeinschaft Greiling schickt Anton Margreiter, der vor sechs Jahren zum ersten Mal zum Bürgermeister gewählt wurde, erneut ins Rennen um den Chefsessel im Greilinger Rathaus. In der Nominierungsversammlung im Gemeindesaal konnte der 48-Jährige alle 27 Stimmen der Mitglieder auf sich vereinen.

„Wir haben in den vergangenen sechs Jahren einige den Ort prägende Projekte auf den Weg gebracht“, erinnerte Margreiter, der in Vertretung des Ortsvorsitzenden Johann Huber knapp die Hälfte der örtlichen Mitglieder begrüßte. Das größte Vorhaben sei der Bau des Feuerwehrgerätehauses gewesen, der ohne Kreditaufnahme finanziert werden konnte. Der Umzug der Feuerwehrleute stehe unmittelbar bevor. 

Margreiter: „Müssen uns über Umgestaltung des Dorfzentrums Gedanken machen“

Im Sommer 2020 soll zu einer Einweihungsfeier geladen werden. Trotz der hohen Investition sei die Gemeinde in der Lage gewesen, andere Projekte wie den Waldkindergarten zu verwirklichen und zusammen mit der Nachbargemeinde Reichersbeuern die Bauhöfe der beiden Kommunen unter dem Dach des gemeinsamen Kommunalunternehmens zu vereinen.

Durch das Engagement und die Kraftanstrengung der drei Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft sei es möglich gewesen, am Kranzer 228 Plätze für Flüchtlinge anzubieten. Mittlerweile seien die Mobilheime wieder abgebaut.

Eine zukunftsorientierte Entwicklung Greilings – diese Aufgabe wird Bürgermeister und Gemeinderat weiter fordern. Durch den Wegfall der Bankfiliale, den Umzug der Feuerwehr und durch das drohende Aus für den Dorfladen müsse man sich über eine Neugestaltung und Überplanung des Dorfzentrums Gedanken machen.

Gegen Nordspange geklagt, um Interessen Greilings zu wahren

Das Thema Tölzer Nordumfahrung wird auch den neuen Gemeinderat beschäftigen. „Die Gemeinde hat beim Verwaltungsgericht Klage gegen den Feststellungsbeschluss eingereicht, um die Interessen Greilings zu wahren“, sagte Margreiter. Im Gegensatz zur Gemeinde Greiling hat eine Gruppe von Anwohnern und betroffenen Grundstückseigentümern mittlerweile erklärt, mangels Erfolgschancen auf eine Klage zu verzichten.

In vielen Angelegenheiten werde die Gemeinde auch künftig auf „die Vernunft und den gegenseitigen Respekt aus der Bevölkerung hoffen müssen“. Margreiter nannte hier als Stichpunkte den Erlass von Geschwindigkeitsbegrenzungen, die Überarbeitung der Ortsgestaltungssatzung und die Parksituation im Dorf.

Gemeinderat Greiling steht vor großen personellen Veränderungen

Der Gemeinderat steht vor großen personellen Veränderungen. Fünf amtierende Räte, darunter die langjährigen Mitglieder Johann Huber und Peter Strobl, werden nicht mehr kandidieren. Umso mehr freue es ihn, dass es den Freien Wähler gelungen ist, mit einer Liste aus erfahrenen Kommunalpolitikern sowie jungen und interessierten Bürgern in die Kommunalwahl zu gehen. Mit Nachdruck wies er darauf hin, dass eine Kandidatur ernst genommen werden müsse. 2014 hatten zwei gewählte Gemeinderäte das Mandat nicht angenommen.

Von den 27 anwesenden stimmberechtigten Parteiangehörigen hatten sich 15 bereit erklärt, für einen der 12 Sitze im Gemeinderat zu kandidieren. Unter ihnen auch Thomas Koch, der im Sommer von der CSU zu den Freien Wählern gewechselt ist, aber bis zum Ende der Amtszeit im Sinne der Bürger arbeiten werde, die ihn gewählt haben. Außerdem wurde beschlossen, die ersten acht Listenplätze doppelt zu besetzen und Anton Margreiter als Bürgermeisterkandidat auf Platz eins und zwei zu setzen, um die Höchstzahl von 24 Bewerberplätzen auszunutzen. Auf der Liste der Freien Wähler Greilings stellen sich fünf Frauen zur Wahl. 

Günter Plastchek

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