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Suchanfrage in Greiling

Mobilfunk: Antenne oder Sendemast?

Die Telekom will die Versorgung mit mobilen Sprach- und Breitbanddiensten in Greiling verbessern. Dazu ist die Errichtung einer neuen Mobilfunkanlage  notwendig. Die Standortvorstellungen decken sich jedoch nicht mit denen der Gemeinde Greiling.

Greiling – Die Telekom hat die Gemeinde bereits im November angeschrieben und ihr ihre Vorstellungen unter Einbeziehung bereits bestehender Standorte mitgeteilt. Dazu wurde ein dreigeteilter Suchkreis festgelegt, dessen Mittelpunkt im Ortskern von Greiling liegt. Aus Sicht der Telekom würde unter bestimmten Voraussetzungen auch ein Standort im zweiten Suchring zum Erfolg führen.

Bereits in der Novembersitzung hatte der Gemeinderat die Errichtung einer Sendeanlage im Ortskern abgelehnt und um einen Aufschub für die von der Telekom gesetzte Frist (13. Dezember 2017) gebeten. Zwischenzeitlich habe man einen Ortstermin im Februar vereinbart, bei dem die Gemeinde ihre Vorstellungen erläutern kann, sagte Bürgermeister Anton Margreiter. Ob eine Antenne auf ein bestehendes Gebäude gesetzt werde oderein eigener Sendemast errichtet werde, sei abhängig vom künftigen Standort.

Darüber will die Gemeinde ein Wort mitreden. Ihr Vorschlag ist laut Margreiter der Bereich der ehemaligen Wasserreserve auf der Anhöhe am Steinweg südlich der B 472. Damit will Greiling verhindern, dass von privater Seite Angebote für die Installierung auf einem Hausdach im Ortszentrum gemacht werden und sie das Heft des Handelns aus der Hand gibt.

Zur jüngsten Sitzung des Gemeinderats hatte Bürgermeister Anton Margreiter den Leiter der Firma „funktechanalyse.de“ aus München, Dipl. Ing. Hans Ulrich, eingeladen, der unter anderem auch die möglichen Standorte für einen Funkmast in der Nachbargemeinde Sachsenkam untersucht hat. Seiner Meinung nach habe die Kommune durchaus Möglichkeiten, auf die Standortwahl Einfluss zu nehmen. So könne eine solche Anlage mit dem Erlass einer Veränderungssperre verhindert werden. Dazu wären aber belastbare Argumente notwendig.

Ulrich riet zum Dialog mit der Telekom, um zur Versachlichung der der Diskussion beizutragen und einen tragbaren Kompromiss zu erreichen. „Ich empfehle Ihnen ein dialogisches Immissionsgutachten mit einem Standortkonzept“, sagte Ulrich. Dabei werden in Abstimmung mit der Gemeinde Standortalternativen im Suchbereich sowie in der funktechnisch relevanten Umgebung benannt und vergleichend untersucht. „Aussagen des Betreibers zur Nichteignung eines Standorts werden auf dessen Plausibilität hin überprüft.“ Maßstab sei hierbei die „flächendeckende, angemessene und ausreichende Versorgung mit Dienstleistungen des Mobilfunks“. Die Einflussnahme der Gemeinde auf den in Deutschland vom Gesetzgeber festgelegten hohen Grenzwert von 40 Volt/Meter (V/m) sei allerdings nicht möglich. Das Ergebnis werde der Gemeinde vorgestellt, die dann eine Auswahl über einen Alternativstandort treffe.

Eine Entscheidung über die weitere Vorgehensweise wurde am Dienstag aber noch nicht getroffen. Zuvor wollen die Ratsmitglieder am 20. Februar mit dem Vertreter der Telekom ein Gespräch führen.

Günter Platschek

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