Der Gaißacher Mast soll auch für den Digitalfunk senden.

Grenzenlose Debatte um Tetrafunk

Bad Tölz - Am SPD-Stammtisch wird begrüßt, dass besorgte Bürger nun auch in Tölz Gehör finden.

Die Diskussion um den Tetrafunk ist voll in Tölz angekommen. Diese Tatsache schreiben sich die Gegner einer Sendeanlage auf dem Mast in Gaißach-Dorf auf die Fahnen. In der Sache aber bleibt das Dilemma zwischen einer Verbesserung der Sicherheit durch den Tetrafunk und der Angst der Anwohner vor Strahlenbelastung bestehen. Alls das wurde am Donnerstag am SPD-Stammtisch im „Kolberbräu“ deutlich.

1108 Unterschriften haben die Funkgegner mittlerweile gesammelt. „Davon kommen 746 aus Bad Tölz, 200 aus Gaißach und 162 aus anderen Gemeinden“, berichtete der Gaißacher Bauer Andreas Dachs, einer der Initiatoren der Aktion. Er und seine Mitstreiter sind überzeugt, damit ein Umdenken angestoßen zu haben. „Es ist interessant, wie der Tölzer Bürgermeister Josef Janker mit der Unterschriftenliste umgegangen ist“, sagte Gerd Dietze, der an der Tölzer Akeleistraße und damit in unmittelbarer Nähe des Gaißacher Masts wohnt. „In früheren Gesprächen hat er immer gesagt: Das ist Gaißacher Flur, das geht uns nichts an. Dass er jetzt dabei war, als es im Gaißacher Gemeinderat um das Thema ging, hat uns überrascht.“

Wie berichtet, fordern nun sowohl der Gaißacher Gemeinderat als auch Bürgermeister Josef Janker vom Innenministerium detaillierte Informationen und Messergebnisse. „Aber ein ganzes Jahr nach Kenntnis des geplanten Senderstandorts ist nichts passiert“, resümierte Dachs. „Deswegen mussten wir aktiv werden.“ Auch die Tölzer SPD-Stadträtin Camilla Plöckl fand es „schade, dass man hier in Tölz erst jetzt anfängt, das Thema zu diskutieren“.

(ast)

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