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Großmoschee im Tölzer Süden

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Der Kompromiss für die geplante Moschee: 
          Vier Minarette und keines höher als der Fahnenmast. 
            Montasch: Kurierte Tölzer
Der Kompromiss für die geplante Moschee: Vier Minarette und keines höher als der Fahnenmast. Montasch: Kurierte Tölzer

Bad Tölz - Bad Tölz bekommt im Moraltpark eine Großmoschee mit vier Minaretten. Dies wird am heutigen Donnerstag auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben.

Aus, vorbei für den Tölzer Biertempel. Nachdem der Eigentümer, die Königlich-Bayerische Erlebnisbrauerei in Stein bei Traun, innerhalb von sieben Jahren elf Wirte verschlissen hat (wovon zehn Privatinsolvenz anmelden mussten), und die genannte Brauerei auch mit der Leusachenhalle in Woifrotshausn keinen Erfolg hat, wurde aus der Brauerei eine Molkerei, und der Biertempel soll nun in eine Großmoschee umgebaut werden. Der hieisige Großmufti Kemal Atatölz (zu deutsch „Vater der Tölzer“) ist bereits in Verhandlungen mit Bürgamoasta Seppl Trachtenjacke getreten. Einziger Streitpunkt ist im Moment die Höhe der vier geplanten Minarette.

Atatölz pocht auf jeweils 32 Meter, aus Gleichbehandlungsgründen: „Stapelt man die Gebetstürme aufeinander, sind sie etwa so hoch wie die Stadtpfarrkirche.“ Der Tölzer Stadtpfarra Franke und dessen Boss Schleier haben bereits Protest angemeldet. Ihrer Meinung nach dürfen die neuen Minarette das bestehende Kuppeltürmchen des Biertempels nebst Fahnenmast – die weiß-blaue Rautenflagge soll als moslemisches Ehrenzeichen hängen bleiben – nicht überschreiten.

Keine Probleme gibt es hingegen mit dem Muezzin. Im Gewerbegebiet ist fast jede Lautstärke erlaubt. Bereits geeinigt hat sich Mufti Atatölz mit Kinobetreiber Wolfi, dass abends ab 20 Uhr, also wenn die Vorstellungen beginnen, keine Gebetsrufe mehr zu hören sind, andernfalls müsste das Lichtspielhaus eine neue Geräuschdämmung bekommen. Im gesamten Moraltpark herrscht künftig Alkoholverbot. Selbst Disco-Betreiber Pedro Frechito sieht kein Problem darin, auf Milch umzusteigen. Er lässt bereits Plakate drucken für die neueste Ü 50-Party mit Sufi-Tänzen. Und außerdem: „Ohne Alkohol sind meine Gäste weniger aggressiv. Dann kann ich mir fünf Türsteher und die Kameraüberwachung auf dem Parkplatz einsparen. Und wenn ich damit sogar unseren Bauern helfe ... “

Sieben in Bad Tölz lebende Schweizer haben gestern allerdings ein Volksbegehren angedroht. (Karl Dinal)

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