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Hier ziehen als nächstes Asylbewerber ein

Bad Tölz-Wolfratshausen - Aktuell kommen im Landkreis 57 Asylbewerber pro Woche an. Welche größeren Unterkünfte als nächstes belegt werden sollen, das wurde kürzlich im Kreistag vorgestellt.

Bad Tölz – Genau seit vier Jahren leben Asylbewerber in diesem Landkreis. Daran erinnerte Landratsamts-Sozialamtsleiter Thomas Bigl in der Kreistagssitzung. In Heilbrunn fanden die ersten Flüchtlinge ein Obdach. „Ich weiß noch, dass wir damals Riesenschiss vor einer Zuweisung von 20 Personen hatten“, so Bigl. Heute kommen 57 Menschen pro Woche hier an. Ursprünglich hatte das Landratsamt mit über 70 gerechnet, ganz so heftig sei es dann aber doch nicht gekommen. Trotzdem hat sich die Zahl der Asylbewerber im Lauf des Jahres nahezu vervierfacht. Lebten im Januar 473 Flüchtlinge im Landkreis, sind es jetzt 1600 – inklusive der 120 Asylbewerber, die im Zuge des Notfallplans in der Tölzer Turnhalle wohnen.

Nach wie vor rechnet das Landratsamt bis Ende 2016 mit rund 5000 Asylbewerbern. Mit dieser Zahl wird auch in die Haushaltsberatungen gegangen. „Wir können das später korrigieren. Aber wir müssen vorbereitet sein“, so Bigl.

Erfreulich ist, dass der Landkreis bei den Unterkünften wieder einen kleinen Puffer hat – „wenn nichts passiert und wir beispielsweise eine Turnhalle wegen einer Erkrankung räumen müssen“, so Bigl. Ansonsten sei die Unterbringung bis Anfang März gesichert.

Hauptamtsleiter René Beysel hatte eine Übersicht mitgebracht, wann welche größere Unterkunft belegt werden soll. Vermutlich zwischen den Jahren werden die Mobilheime am Kranzer nahe der B 13 belegt. 240 Flüchtlinge könnten dort unterkommen. Gestartet würde mit 78 Bewohnern, voll belegt wäre die Unterkunft vermutlich ab Ende März. Da die Gemeinden Reichersbeuern, Sachsenkam und Greiling mit den Mobilehomes ihre Quote erfüllen, läuft die Belegung der Sachenkamer Turnhalle aus. Dasselbe gilt übrigens für die Ickinger Turnhalle (85 Plätze). „Bei der Belegung von Hallen gehen wir immer von einem halben Jahr aus“, sagte Beysel. Im März würde dieser Zeitrahmen in Icking enden. Die geplante Unterkunft in Holzmodulweise (80 Plätze) wird im Plan des Landratsamts allerdings erst für Anfang August als bezugsfertig aufgelistet.

Noch im Dezember könnten die Container am Heizwerk in Wackersberg bezogen werden. 28 Flüchtlinge möchte das Landratsamt dort unterbringen. Noch in dieser Woche sollen die ersten Flüchtlinge in die Stockschützenhalle in Königsdorf ziehen. 51 Plätze gibt es dort. „Wie lange wird sie genutzt?“, wollte Kreisrat Gerhard Knill (CSU) wissen. „Auch hier gilt ein halbes Jahr“, antwortete Beysel.

Fast zeitgleich ist die Belegung des Wolfratshauser Pfarrheims am Loisachbogen vorgesehen. Gestartet wird mit 13 Bewohnern, ab Februar sind es 79. Noch heuer beginnt auch die Belegung des alten Wolfratshauser Vermessungsamts mit 60 Flüchtlingen.

Anfang Februar ist Dietramszell an der Reihe. 40 Flüchtlinge sollen ins „Pfarrheim oder in eine alternative Liegenschaft ziehen“, sagte der Hauptamtsleiter.

Anfang Mai könnten die Container-Unterkünfte an der Tölzer Realschule (120 Plätze), dem Geretsrieder Schulzentrum (251) und an der Lenggrieser Flussmeisterstelle (81) stehen.

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