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Zeitgemäße und funktionale Ausstattung: Denise Bissinger in einem der sanierten Zimmer des Jugend-Hostels . 

Ehemalige Jugendherberge 

Hostel mit Dorfcafé in Kochel am See

Monatelang stand die einstige Jugendherberge in Kochel leer. Im April dieses Jahres übernahm Denise Bissinger das Haus. Nach Renovierungsarbeiten ist das neue Hostel samt „Dorfcafé“ ab sofort geöffnet.

Kochel am See Von außen sieht man eigentlich kaum eine Veränderung. Wer aber ins Innere des Gebäudes an der Badstraße geht, dem wird die Veränderung der ehemaligen Jugendherberge schnell auffallen: Das Mobiliar der Zimmer mit den insgesamt 42 Betten wurde mit hellen Farben saniert oder gleich neu gekauft. Die einstige Herbergseltern-Wohnung wurde zu zusätzlichen Zimmern samt Essbereich umgebaut, und im Keller wurde ein multimedialer Aufenthaltsraum eingerichtet. „Den kann man zum Beispiel als Kino nutzen“, erklärt Denise Bissinger. Sie hat das Haus im Frühjahr übernommen (wir haben berichtet).

Neben größeren Sanierungsarbeiten – etwa die Neuverlegung der Stromleitungen, damit jedes Zimmer künftig über eine Ladestation fürs Handy verfügt – hat Bissinger das Haus mit vielen Kleinigkeiten aufgehübscht: Filigran verschlungene Wandsticker zum Beispiel, die die Gäste zum Strom- und Wassersparen auffordern sollen. Außerdem hat jedes Zimmer statt einer Nummer nun einen Namen, der zu den Bergen und Seen der Umgebung passt; zum Beispiel Jochberg-Zimmer.

Seit 10. November ist das Hostel nun geöffnet. Doch laut Bissinger, die derzeit noch in Regensburg Immobilienwirtschaft studiert und den Betrieb deshalb mit Unterstützung ihrer Eltern managt, ist das Haus gefragt. In erster Linie sei das Hostel auf Gruppen spezialisiert. Doch auch jeder Individualreisende jeden Alters und Familien seien willkommen. „Wir haben schon viele Anfragen von Grundschulklassen“, so Bissinger. Wegen der geringen Zimmerzahl und der familiären Atmosphäre sei das Hostel für diese Gruppe ideal geeignet. Anfragen gebe es aber auch von der evangelischen Jugendarbeit oder Fußballvereinen aus ganz Deutschland. „Und Silvester sind wir schon ausgebucht“, so die 23-Jährige.

Aus dem einstigen Frühstücksraum im Erdgeschoss hat sie das „Dorfcafé“ gemacht – ein Café mit Terrasse, wo sich „Urlauber und Einheimische, Alt und Jung austauschen sollen“. Hier gibt es hausgemachte Kuchen und Torten sowie Brotzeiten – alles überwiegend hergestellt aus regionalen Produkten, so Bissinger. Die Wände des Cafés zieren alte Schwarz-Weiß- Fotografien von Kochel und Kochlern. „Das Dorfcafé ist schon sehr beliebt; zum Beispiel bei Festlichkeiten“, so Bissinger. Dass man hier seinen Geburtstag oder ein Firmenjubiläum feiern und gleich nebenan übernachten könne, komme gut an.

Öffnungszeiten: Das Dorfcafé ist Montag mit Freitag von 13.30 bis 18 Uhr geöffnet sowie Samstag, Sonntag und an Feiertagen jeweils von 10 bis 18 Uhr.

Franziska Seliger

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