Wie sieht die Zukunft der Prinz-Heinrich-Kaserne aus? Die Projektgesellschaft Arcavest stellte der Gemeinde nun ihre Ideen für einen Teil des Areals vor. Foto: arp/a

Investoren mit neuen Plänen

Lenggries - In Sachen Kasernenentwicklung tut sich was: Am Freitag waren die Investoren wieder zu Gast in Lenggries und erläuterten dem Gemeinderat ihre Ideen für das Areal.

Wie dieses Konzept des luxemburgischen Projektentwicklers Arcavest aussieht, darüber bewahrt Bürgermeister Werner Weindl Stillschweigen. „Das muss jetzt erst einmal vom Gemeinderat beraten werden“, sagt der Rathauschef. Könnte man denn mit den Vorstellungen leben? „Wir haben noch nie von vorneherein ein Konzept abgelehnt, sondern stets das Für und Wider abgewogen. Genauso machen wir das jetzt auch.“ Einen genauen Terminplan für die Beratung gebe es zwar nicht. „Ich möchte das aber schon zeitnah machen.“

Die Gesellschaft Arcavest hatte im vergangenen Jahr den größeren Teil des 19 Hektar großen Areals von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben erworben - der kleinere Teil gehört der Luitpolderhöfe GmbH. 154 000 Euro hat Arcavest für die Fläche bezahlt, auf der im Moment unter anderem vier Unterkunftsgebäude, die Werkstätten und diverse Lagerräume stehen. Auch der Sportplatz wurde zu diesem Preis miterworben. Den hatte ursprünglich die Gemeinde kaufen wollen, schließlich trainieren dort einige Lenggrieser Vereine. Was aus diesem Plan wird, ist offen. Auch hier müsse man nun erst einmal die weitere Entwicklung abwarten, sagt Weindl. „Der Platz kann aber natürlich weiter genutzt werden. Dafür gibt es einen Vertrag, der nach wie vor gilt“, beruhigt der Rathauschef.

Ganz vage hatte sich die Projektgesellschaft bereits kurz nach dem Kauf des Areals über ihre Pläne geäußert. In einer Pressemitteilung war davon die Rede, dass man sich „Bildungseinrichtungen wie zum Beispiel ein Sportinternat“ auf dem Gelände vorstellen könne. Dies würde „geradezu ideal auf einen Teil des Areals passen“ - zumal ja ein Sportplatz bereits vorhanden sei. Schon damals machten die Investoren aber deutlich, dass sich die Gemeinde keine Sorgen machen müsse, ausgeschlossen zu werden. Man sei zum Verkauf des Sportplatzes an die Kommune bereit, würde sich lediglich ein Mitbenutzungsrecht vorbehalten.

Auch von der „Etablierung von Weiterbildungseinrichtungen mit internationalem Zuschnitt“ war in der Pressemitteilung die Rede.

Thema wird die Zukunft der Kaserne auch in der Bürgerversammlung am Freitag, 12. März, sein. „Ich werde sicherlich etwas dazu sagen“, so Weindl. „Aber ein genaues Konzept werde ich auch dann natürlich noch nicht vorlegen können.“ Die Versammlung beginnt um 19.30 Uhr im Alpenfestsaal.

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