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Liegt malerisch: die Jocheralm in der Jachenau.

In bayerischen Voralpen

MTB-Fahrerin schildert Angst-Erlebnis mit Almwirt - und löst große Diskussion aus

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Die Münchnerin wollte die Aussicht genießen und schob ihr MTB einen Wanderweg in Richtung Jochberg hinauf. Ein Almwirt beobachtete die Szene, offenbar mit Folgen.

Update vom 31. Juli 2019: 225 Kommentare und mehr als 13.000 Stimmen in unserer Umfrage. Die Reaktion auf die Schilderung einer Münchner Mountainbike-Fahrerin (siehe ursprünglicher Artikel weiter unten) polarisiert unsere Leser wie kaum eine andere Geschichte aus der Region. Stimmen auch Sie mit ab in unserer Umfrage:

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Ursprünglicher Artikel vom 19. Juli 2019

Jachenau - An der Jocheralm in der Jachenau zweigt von einem Forstweg der Steig zum Jochberg-Gipfel mit seiner schönen Aussicht ab. Doch Mountainbiker, die die Gegend kennen, drehen hier ganz schnell wieder um.

Tina S. (51) kommt nicht aus der Gegend, sondern aus München und wusste nicht, was sie dort erwartet. Sie kannte den Jochberg als schöne Ecke und beliebtes Ausflugsziel, auch für Radler. 

Radln auf den Jochberg - beliebt nicht nur bei Münchnern - aber Achtung

Aber bis zum Gipfel wollte S. gar nicht. Die leidenschaftliche Mountainbikerin wollte nach eigener Aussage nur die Aussicht genießen. Windgeschützt, vorzugsweise auf der Terrasse der Alm - nur Montag ist Ruhetag. 

Sie entschloss sich, den Wanderweg ein bisschen bis zu einem Aussichtspunkt über den Walchensee aufzusteigen. Weil sie kein Schloss für ihr Mountainbike hatte, nahm sie es mit.

Münchnerin schiebt ihr Bike an Alm vorbei - dann kommt der Wirt

Dabei wurde sie von dem Wirt der Jocheralm beobachtet. Was Tina S. da nicht wusste: Der Jocheralm-Wirt ist kein Fan von Mountainbikern. So zumindest die Erfahrungen von MTBlern aus der Gegend.

Die Erfahrung sollte sich bestätigen. Als sie ihr Rad wieder in Richtung Forstweg hinunterschob, hechtete ihr der Almwirt bereits entgegen, wie Tina S. am Freitag berichtet.

Bei sich habe er ein Vorhängeschloss gehabt - und gedroht, damit ihr Bike abzusperren. Denn er sei klar im Recht, Mountainbiker hätten auf dem Steig nichts verloren. Dann seien noch einige Beschimpfungen gefallen. 

Der Wirt war laut Tina S. nicht davon zu überzeugen, dass sie doch nur geschoben habe. 

MTB-Zwischenfall - Jocheralm-Wirt will nichts dazu sagen

Der Jocheralm-Wirt selbst will auf Nachfrage zu dem Vorfall keine Stellung nehmen. Nur so viel: Er habe nichts gegen Mountainbiker, so lange sie auf den Forstwegen blieben. Dann seien sie auch immer auf der Jocheralm willkommen.

Jocheralm-Wirt in der MTB-Szene bekannt

So sieht das Hinweisschild der Gemeinde Jachenau aus.

In der Szene erzählt man sich andere Geschichten. Da ist der Wirt bekannt und gefürchtet. Allgemein hält sich das Willkommensgefühl in der Jachenau für Mountainbiker in Grenzen. 

Schilder weisen vielerorts darauf hin, dass Wege nicht für Mountainbikes geeignet seien. Eine rechtliche Aussagekraft haben diese Schilder nicht. Angenehmer wird ein MTB-Ausflug vorbei an jenen Schildern dadurch allerdings auch nicht. 

Google-Recherche schlägt sofort MTB bei Jochberg vor

Suchvorschläge für die Jochbergalm. Auf Platz 1: MTB.

Kurios fällt das Ergebnis einer kurzen Google-Recherche aus: Wenn man bei Google „Jochbergalm“ ins Suchfenster eingibt, schlägt einem das System sofort „MTB“ als zusätzlichen Suchbegriff vor. Auch auf der Website der Jocheralm sind viele glückliche Mountainbiker zu sehen.

Weitere Zusammenstöße sind also vorprogrammiert.

Lesen Sie auch zum Thema: Sperrzonen für Mountainbiker in den Alpen? Die CSU Oberbayern fordert dies. Die Alpenregion Tegernsee-Schliersee hält davon nichts. (Merkur.de*) Sie verfolgt einen anderen Ansatz. Der Jachenauer Bürgermeister begrüßt den CSU-Vorstoß zu Sperrzonen für Mountainbiker (Merkur.de*).

Die Polizei sucht nach einem rabiaten Wanderer: Der bislang Unbekannte hat am Sonntag im Bereich Schliersee einem Mountainbiker völlig unvermittelt einen Faustschlag verpasst.

kmm

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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