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Bruchteil-Hausnummern sind in der Jachenau noch verbreitet, sorgen aber bisweilen für Komplikationen. 

Abschied von Bruchteil-Hausnummern verläuft holprig

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Jachenau – Die Neuvergabe von Hausnummern in Bäcker und Friedeln gestaltet sich komplizierter als gedacht. Der jüngste Vorschlag, den die Gemeinde den betroffenen Bürgern unterbreitet hat, stieß auf Ablehnung.

Wie berichtet hat es die Gemeinde in Angriff genommen, die Bruchteilhausnummern von Bäcker 16 1/8 bis 16 1/17 abzuschaffen. Sie sind unter anderem für Rettungsdienst und Paketzusteller schwer zu finden. Der Anlass: Direkt im Anschluss entsteht das Neubaugebiet Friedelweide. Dieses soll nun mit den Häusern von Bäcker einheitlich neu durchnummeriert werden. In diesem Zuge hat die Gemeinde auch neue Hausnummern für den Ortsteil Friedeln auf der anderen Straßenseite vorgesehen. Den ersten Vorschlag aber lehnten drei von 25 angeschriebenen Anwohnern ab. Daraufhin unterbreitete die Gemeinde eine neue Variante, nach der alle Häuser von Bäcker und Friedeln unter der Bezeichnung Friedeln durchnummeriert werden sollten. Das wiederum wiesen bei der erneuten Befragung 13 Bürger von sich, drei waren einverstanden, neun meldeten sich nicht.

Der Gemeinderat wollte daraufhin auf den ersten Vorschlag zurückgreifen. Dagegen protestierte ein in der Sitzung anwesender Anwohner, dessen Haus die Adresse Friedeln bekommen soll. „Solange ich denken kann, haben wir Bäck geschrieben“, sagte er. Riesch widersprach, dass es die Ortsteilbezeichnung Bäcker erst seit 1983 gebe. Die Gemeinderäte sahen eine demokratische Legitimation für Variante 1. „Wenn die Mehrheit dafür ist, wie sollen wir dagegen sein?“, so 2. Bürgermeister Klaus Rauchenberger. „Wenn wir noch dreimal fragen, denken die Leute doch, wir haben sie nicht mehr alle“, sagte Georg Kohlhauf. Der Bürgermeister stellte fest: „Es wird immer verschiedene Meinungen geben. Irgendwann muss man sagen: So wird’s gemacht.“ Das tat der Gemeinderat mit einstimmigem Votum. Die einzige Änderung zu den ursprünglichen Plänen: Die Adressen sollen jetzt „Bäck“ statt „Bäcker“ lauten.

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