Neue Nutzungen

Altes Jachenauer Rathaus: Geburtsvorbereitung statt Gemeinderatssitzungen

Vor acht Monaten ist die Gemeindeverwaltung Jachenau in die neuen Räume im umgebauten ehemaligen Gasthof Post umgezogen. Nun ging es darum, wie das frühere Rathaus zukünftig genutzt werden soll.

Jachenau – Nach entsprechenden Vorgesprächen mit Bürgermeister Georg Riesch haben jetzt zwei Interessenten ihr Nutzungskonzept vorgestellt. Ruth Pointner und Dennis Kschömin, beide in der osteopathischen Medizin und als Heilpraktiker in der Naturheilkunde tätig, möchten demnach im Erdgeschoss des Gebäudes ein vielfältig nutzbares Therapie- und Seminarzentrum eröffnen.

„Das Haus ist größer als gedacht“, stellte Ruth Pointner in der Gemeinderatssitzung fest. Neben individuellen Therapien wollen sie auch für Einheimische und Gäste Gesundheitsangebote, sprich Kurse mit asiatischen Bewegungs- und Konzentrationsübungen wie Yoga, Thai Chi und Qi Gong anbieten sowie Räume für Seminare renommierter auswärtiger Firmen oder auch für Veranstaltungen aus der Gemeinde bereitstellen.

Weiterhin möchten die beiden in Abstimmung mit der Gemeinde Jachenau auch einen tageweise genutzten Raum für eine Seniorenbetreuung einrichten und nach Möglichkeit dort auch eine Hebammenpraxis ansiedeln.

Um ihr Projekt wirtschaftlich zu führen und im Dorf zu vernetzen, planen die beiden auch Kooperationen mit örtlichen Firmen und Beherbergungsbetrieben. Ihre Absicht, eine Hebammenpraxis in die Jachenau zu holen und auch das touristische Angebot zusätzlich zu beleben, stieß im Gemeinderat auf freundliche Resonanz. Zweiter Bürgermeister Klaus Rauchenberger wollte wissen, ob und inwieweit es sich bei den genannten Angeboten um kassenärztliche Leistungen auf Rezept handelt, was Ruth Pointner mit einem „nur zum kleineren Teil“ beantwortete.

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Bürgermeister Georg Riesch fragte nach, welche Umbaumaßnahmen auf die Gemeinde als Vermieter zukämen. Diese beschränken sich laut Dennis Kschömin im Wesentlichen auf die Böden, auf einen behindertengerechten rückwärtigen Zugang und ein entsprechend ausgestattetes WC.

Über eine Vermietung an die Bewerber wird der Gemeinderat nichtöffentlich beraten und entscheiden.  rbe

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Rubriklistenbild: © dpa / Stephan Jansen

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