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Der weite Luftraum, eine 5,50 Meter hohe holzvertäfelte Wand und eine Galerie auf Höhe des 1. Stocks sollen die Erkennungszeichen des künftigen Cafés 7 1/3 in der Jachenauer „Post“ werden.

Eröffnung für Frühjahr geplant

Auf einen Kaffee im „7 1/3“

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Die Pläne für das Café und das Hotel im ehemaligen Gasthof Post in der Jachenau werden konkreter. Allerdings gibt es Verzögerungen beim Umbau.

Jachenau – „Hotel im Sonnental“ und „Café 7 1/3“: So sollen der künftige Beherbergungs- und der Gastronomiebetrieb in der Jachenauer „Post“ heißen. Die Planungen dafür waren Thema in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Bürgermeister Georg Riesch berichtete aber auch von einem kleinen Rückschlag beim laufenden Umbau des ehemaligen Gasthofs.

„In der letzten Zeit haben die Arbeiten etwas gestockt, es ist nicht recht vorwärtsgegangen“, sagte Riesch. Nachdem sich die Gemeinde und der Bauleiter „in gegenseitigem Einvernehmen“ getrennt hätten, sei nun eine neue Bauleitung „mit viel Elan dran“. Riesch geht davon aus, dass bis Ende März alles fertig wird, sodass im Frühjahr in dem Gebäude sowohl der neue Sitz der Gemeindeverwaltung als auch Café und Hotel bezogen werden könnten.

Diesem Tag blicken auch die künftigen Pächter freudig entgegen: Den Zuschlag haben die Lenggrieserin Brigitte Riesch (51) und ihr Partner Richard Jakob (48) erhalten. Die gelernte Hotelfachfrau hat viel Berufserfahrung in der Gastronomie und betrieb als Selbstständige ein Gästehaus in Bad Tölz. Seit sie von den Nutzungsplänen für die Jachenauer „Post“ gehört habe, habe sie den Hotelbetrieb „im Auge gehabt“, sagt sie. Richard Jakob, der aus der Oberpfalz stammt, arbeitet bislang im Finanzdienstleistungsbereich.

Viele Gedanken gemacht hat sich das Paar unter anderem über die Namensgebung der künftigen Betriebe. Ihre Vorschläge „sollten vom Gemeinderat abgesegnet sein“, sagte Bürgermeister Riesch. „Schließlich soll es ein Aushängeschild werden.“ Die Bezeichnungen „Hotel im Sonnental“ und Café „7 1/3“ kamen im Gremium gut an. „Sonnental ist auf alle Fälle ein Begriff für die Jachenau, man findet das auch auf allen Flyern und Prospekten“, sagte Jost Gudelius. „Mir gefällt es, der Name hat eine Aussage“, bestätigte Peter Kraus. Der künftige Pächter Jakob berichtete, dass er und seine Partnerin drei bis vier Namen in die engere Wahl gezogen hätten. „Auf ,Sonnental‘ haben wir das beste Feedback bekommen“, sagte er. „Da stand sofort etwas Positives im Raum, und es kam die Frage: ,Ist es da auch wirklich so sonnig?‘“ Einhellig war im Gemeinderat auch die Zustimmung zur Bezeichnung „7 1/3“ – es handelt sich dabei um die Hausnummer des Gebäudes. „Da gibt es einen Bezug zu einer Jachenauer Eigenart, den Bruchteilhausnummern“, freute sich Riesch. Georg Kohlhauf fand ebenfalls: „Das hat Wiedererkennungswert, denn das gibt es sonst nirgends.“

Rudi Tiefenbrunner formulierte den einzigen Einwand einiger Gemeinderäte: „Es wäre schade, wenn die Bezeichnung ,Post‘ ganz aus dem Namen verschwinden würde.“ Kraus meinte, dass Hotel und Gasthof leichter im Internet zu finden seien, wenn der altbekannte Name „Post“ im Namen enthalten sei. Jakob bestätigte, dass im vergangenen Jahr der Suchbegriff „Post Jachenau“ noch 2500-mal in der Suchmaschine Google eingegeben worden sei. Es lasse sich aber einrichten, dass sie Nutzer unter diesem Suchbegriff künftig auch einen Betrieb finden, der inzwischen anders heißt. Brigitte Riesch äußerte den Vorbehalt, dass der Name „Post“ einen etwas veralteten Eindruck mache. Riesch fasste zusammen: „Bei den Jachenauern wird es immer die ,Post‘ bleiben. Aber nach außen macht ,Hotel im Sonnental‘ mehr her. Eine ,Post‘ hat man überall.“

Diskutiert wurde anschließend auch über die Gestaltung des Cafés – insbesondere über die geplante Holzvertäfelung einer 5,50 Meter hohen Wand. Die Gemeinderäte sahen sich Muster in Fichte, Zirbe und Altholz-Optik an. Riesch schlug vor, dass drei Schreiner mit Entwürfen beauftragt werden sollen, damit die Wand, der Holzboden und die Einrichtung gut zusammenpassen.

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