Die neuen Parkautomaten am Walchensee-Südufer stehen.
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Die neuen Parkautomaten am Walchensee-Südufer stehen.

Parkgebühren für Autos am Südufer eingeführt

Parkverbot für Wohnmobile am Walchensee - Bürgermeister reagiert auf Beschwerdebrief

  • Andreas Steppan
    VonAndreas Steppan
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Für den Badetag am Walchensee-Südufer müssen Autofahrer jetzt doppelt so tief in die Tasche greifen. Um die Park-Regelungen für Wohnmobile gibt es noch Unstimmigkeiten.

Jachenau – Längere Zeit hatte sich die Anlieferung verzögert. Seit vergangenem Donnerstag aber stehen alle 19 Parkautomaten am Walchensee-Südufer. Damit gilt es nun für Pkw-Fahrer: Neben den 5 Euro Maut für die Benutzung der Straße zwischen Niedernach und Einsiedl müssen sie jetzt zusätzlich 5 Euro Parkgebühr pro Tag berappen. Letzte Unklarheiten gibt es lediglich noch in Bezug auf die Wohnmobilisten, für die jeweils Beträge von 10 Euro fällig werden.

Parkgebühren am Walchensee: Beschwerde bei der Gemeinde - Wohnmobilisten vergrault

Der Jachenauer Bürgermeister Klaus Rauchenberger bekam am Montag Post von einem verärgerten Murnauer, der der Gemeinde vorwirft, die Wohnmobilisten zu „vergraulen“. „Natürlich wollen wir niemanden vergraulen“, entgegnet Rauchenberger auf Anfrage des Tölzer Kurier.

„Aber mir passiert es auch schon mal, dass ich nicht genau dort parken kann, wo ich will.“ Damit nimmt der Rathauschef Bezug auf die Beschwerde, dass Wohnmobile nur noch auf drei speziell ausgewiesenen Parkplätzen am Südufer abgestellt werden dürfen. Aus Sicht des Murnauers handelt es sich auch noch um besonders unattraktive, vom See abgewandte Parkplätze.

Als Grund dafür, dass Wohnmobile nicht mehr überall parken dürfen, nennt Rauchenberger den Umstand, dass die Gefährte oft viel Platz einnähmen und teils mehrere Pkw-Stellplätze blockieren würden. „Manche fahren früh an den See, machen sich breit und stellen einen Pavillon und die Bestuhlung vors Fahrzeug“, so Rauchenberger. Einige Gefährte hätten selbst die Ausmaße von Reisebussen. So würde mit umgebauten Lkw oder alten Feuerwehrautos angerückt, manche Wohnmobile führten noch einen Anhänger mit Pkw mit.

Walchensee: Bürgermeister erklärt, warum Wohnmobile nicht mehr überall parken dürfen

Das gelte freilich nicht für alle Wohnmobile. „Es tut uns leid, wenn wir mit der Regelung alle treffen. Aber wie bei den Motorradfahrern am Kesselberg gibt es immer einen kleinen Prozentsatz, der sich nicht konform verhält und es nötig macht, dass man einen Riegel vorschiebt.“

Dass die Parkplätze für Wohnmobile – unter dieser Kategorie hat man übrigens alle Fahrzeuge mit Schlaf- und Kochmöglichkeit subsummiert, also zum Beispiel auch VW-Busse – nicht die schönsten seien, lässt Rauchenberger nicht gelten. Auch wenn dort zwischenzeitlich Wasserbausteine oder Holz gelagert worden seien, seien mittlerweile alle bestens hergerichtet. Und zum Beispiel zum beliebten Badeplatz bei Kiosk in Altlach seien es nur 200 Meter zu Fuß – aus Sicht des Bürgermeisters kein Problem.

Walchensee: Unstimmigkeiten bei der Nummerierung der Parkplätze

Unstimmigkeiten räumt Rauchenberger bei der Beschilderung ein. Ein Schild sei verkehrt angebracht worden, weil ein Mitarbeiter in einer Excel-Tabelle in der Zeile verrutscht sei. Außerdem stimme die von der Gemeinde verwendete Nummerierung der Parkplätze nicht mit der des Forstbetriebs überein. Damit alles auch formal seine Richtigkeit hat, werde die Gemeinde ihre Gebührensatzung anpassen. Ob allgemein etwas geändert werden sollte, wolle man auf Basis der Erfahrungen in diesem Sommer bewerten.

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