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Gesellige Runde: Bürgermeister Georg Riesch (2. v. re.) und Jachenauer Gemeinderäte mit der Familie des Gönners Otto van de Loo. Marie (5. v. li./Schwiegertochter), Konrad (7. v. li./Sohn), Marie- José (5. v. re./Tochter) und Henning Stegmüller (3. v. re./ Schwiegersohn).

Geldsegen für Gemeinde

Danke für schöne Zeiten in der Jachenau: 50.000 Euro gespendet

Unerwarteter Geldsegen für die Jachenau: Ein Gönner aus München, Otto van de Loo, hat verfügt, dass nach seinem Tod 50.000 Euro aus seinem Vermögen an die Gemeinde gehen sollen. Das Geld soll für soziale Zwecke verwendet werden.

Jachenau Zu einer gemütlichen Kaffeerunde hat sich Bürgermeister Georg Riesch mit Mitgliedern des Jachenauer Gemeinderats kürzlich auf der Terrasse des Ausflugslokals „Waldschänke“ in Niedernach getroffen. Mit dazu eingeladen war Konrad van de Loo mit seiner Frau Marie sowie Marie-José van de Loo und deren Ehemann Henning Stegmüller.

Jachenau-Liebhaber , Gönner und Kunstfreund: Otto van de Loo.

Riesch hatte die Zusammenkunft organisiert, um bei den Gästen recht herzlich „Vergelt‘s Gott“ zu sagen für eine Spende, die Konrad und Marie-José auf Wunsch ihres 2015 in München verstorbenen Vaters, Otto van de Loo, der Kommune übermittelt haben. Riesch: „50.000 Euro ist eine Menge Geld. Wir werden es dem Wunsch des großzügigen Gönners folgend verwenden und einsetzen.“

Die Summe fließt nicht in den Haushalt ein, kommt auf ein Sonderkonto und soll ausschließlich für soziale Zwecke genutzt werden. „Ich denke dabei hauptsächlich an Anschaffungen für unsere Kinder und Senioren, aber auch unschuldig in Not geratenen Bürgern kann damit geholfen werden. Wir werden behutsam damit umgehen und bestimmt nicht alles innerhalb kürzester Zeit ausgeben“, versprach Riesch.

Wer war Otto van de Loo und weshalb die große Zuneigung? Der im 91. Lebensjahr Verstorbene hatte 1957 nicht nur am Südufer des Walchensees ein Anwesen gekauft, sondern auch als gut 30-Jähriger mit seiner Frau Heike van de Loo in München eine Galerie eröffnet. Er schuf die Voraussetzungen für eine spezifisch Münchnerische Ausprägung expressiver Malerei, die bis heute relevant ist. Schon früh wurde seine stringente Galerie-Tätigkeit wahrgenommen, was seine Teilnahme am Premier Salon International de Galeries Pilotes in Lausanne 1963 oder seine Mitgliedschaft im Verein progressiver Deutscher Kunsthändler und der damit verbundenen Gründung des Kunstmarkt Köln (später „Art Cologne“) 1967 belegen. Das Wochenende und die Ferien verbrachte der Galerist mit seiner Familie am Walchensee und in der Jachenau.

Tochter und Sohn erinnern sich gerne an die Kinderjahre: „Wir haben hier wirklich eine schöne Zeit verbracht. Es gab noch keinen Tourismus. Und ausgekommen sind wir mit den Jachenauern immer gut. Es war stets ein freundschaftliches Verhältnis.“

Bürgermeister Riesch erinnert sich gerne an die Treffen mit Otto van de Loo: „Ein völlig unkomplizierter Mensch. Probleme hat es nie gegeben.“ Und Otto van de Loo hat die Jachenauer geschätzt. Mit seiner Spende wollte er dies noch einmal deutlich zum Ausdruck bringen. 

Hans Demmel

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