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Wohlüberlegt: Schon im vergangenen Winter hatten Bürgermeister, Gemeinderäte und Fahrer ein Loipenspurgerät der Firma Kässbohrer unter die Lupe genommen. Jetzt wurde der Kauf für rund 160 000 Euro beschlossen. 

Gemeinderat beschließt Kauf

Ein neues Spurgerät für die Jachenauer Loipen

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Die Jachenau gilt mit ihren 40 Loipenkilometern als Dorado für Langläufer. Damit das so bleibt, rüstet die Gemeinde nun auf: Der Kauf eines neuen Loipenspurgeräts ist beschlossene Sache. Für die kleine Kommune ist die Investition ein Kraftakt.

Jachenau– „Jetzt hoffe ich, dass wir einen super Winter kriegen, damit wir es auch einsetzen und den Leuten eine super Loipe bieten können.“ So kommentierte Bürgermeister Georg Riesch am Dienstagabend den einstimmigen Beschluss des Jachenauer Gemeinderats zum Kauf eines neuen Loipenspurgeräts. Vor Ort einsatzbereit wird die Maschine auf alle Fälle bald sein. „Das Gerät ist vorrätig und könnte Mitte Dezember geliefert werden“, so Riesch.

Einfach hatte sich das Gremium die Entscheidung nicht gemacht. Wie berichtet hatten der Bürgermeister und einige Gemeinderäte schon im Februar ein Vorführfahrzeug auf Herz und Nieren getestet. Anlass für die Kaufüberlegung war die Tatsache, dass am alten Jachenauer Loipenspurgerät (Baujahr 1996) die Gummikette kaputt ist. Eine Reparatur hätte mit rund 25.000 Euro zu Buche geschlagen.

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Seither hat die Gemeinde die Rahmenbedingungen für eine Neuanschaffung geprüft, wie Riesch im Gemeinderat berichtete. Abgeklärt sei etwa, dass der Freistaat einen Zuschuss in Höhe von 35 Prozent des Nettopreises beisteuere. Ferner habe die Gemeinde Angebote von zwei Firmen eingeholt. Als günstiger habe sich eine Offerte des Herstellers Kässbohrer erwiesen. Allerdings steht auf dem Preisschild immer noch ein Betrag, der für die Jachenau einen „Riesenbatzen“ darstellt, wie Riesch sagte: rund 160.000 Euro. Adhoc gibt der Gemeindehaushalt so viel Geld nicht her. Die Anschaffung wird laut Bürgermeister daher über acht Jahre finanziert. „Aber wir haben für viele Jahre ein gutes Gerät.“

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Riesch rechnete gegen, dass das neue Loipenspurgerät eine höhere Leistung habe und sich dadurch Arbeitsstunden der Fahrer einsparen ließen. Zudem sei der Spritverbrauch deutlich niedriger, „was ja in der heutigen Zeit viel ausmacht“. Die Investition rechne sich auch insofern, als die örtlichen Vermieter und Gastronomen indirekt von der Verbesserung der touristischen Infrastruktur profitieren.

Auf der anderen Seite könnte der Kauf gewisse Folgekosten nach sich ziehen. Das alte Loipenspurgerät steht im Winter in einer offenen Halle am Wertstoffhof. Auf Nachfrage von Gemeinderat Korbinian Oswald erklärte Riesch, dass man „über kurz oder lang“ überlegen müsse, wie man die Unterstellsituation für das neue Gerät verbessert „und eine abgeschlossene Garage zusammenbringt“.

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