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„Eine Untugend“

Gartenabfälle: Ärger über wilde Entsorgung

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Jachenau – Es sei ein Problem, das „jedes Jahr im Herbst“ wieder akut werde, so Georg Riesch. Der Jachenauer Bürgermeister wies in der jüngsten Gemeinderatssitzung auf die Unsitte der wilden Müllablagerung hin – und untermauerte seinen Appell, das zu unterlassen, mit einem Beispiel. Es zeigt, dass manchmal auch Unbeteiligte die Folgen des Fehlverhaltens ausbaden müssen.

Riesch sprach von einer „Untugend“: „Gartenabfälle, Geranien, Schnittreste werden immer wieder einfach neben Forststraßen oder im Bachbett ausgekippt.“ Das sei jetzt im Herbst immer wieder zu beobachten. „Und danach geht’s dann weiter mit den Adventskränzen und den Christbäumen.“

Dieses Verhalten sei „unverständlich“. Schließlich habe die Gemeinde einen Wertstoffhof und einen Grüngutcontainer. Hier könne jeder Bürger seine Gartenabfälle problemlos abgeben. Dieses Angebot nutzen die Jachenauer laut Riesch auch eifrig. „Die meisten verhalten sich korrekt. Wegen ein paar schwarzen Schafen darf man nicht gleich alle verdächtigen.“

Ein Leidtragender der wilden Müllablagerung sei zuletzt ein Grundbesitzer gewesen. Der hatte jüngst unversehens eine Anzeige wegen unerlaubter Ablagerung von Gartenabfällen am Hals. Dabei stammte der Müll auf seinem Grundstück gar nicht von ihm selbst. „Am Ende konnte er nachweisen, wer die Gartenabfälle auf seinem Grund abgelagert hatte“, berichtete Riesch. „Derjenige musste dann alles abholen.“ Es sei ein Glück, dass die Geschichte so zu Ende ging. „Es wäre ja sonst auch das Höchste, wenn ein Grundstücksbesitzer unverschuldet eine Strafe zahlen muss.“

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