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Dutzende Einsatzkräfte suchen vermisste Bergsteigerinnen: Diese schlafen derweil im Hotel

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Von: Christiane Mühlbauer

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Dutzende Helfer von Bergwacht, Polizei und Feuerwehr suchten in den frühen Morgenstunden am Sonntag nach den beiden Frauen.
Bildunterschrift.
Dutzende Helfer von Bergwacht, Polizei und Feuerwehr suchten in den frühen Morgenstunden am Sonntag nach den beiden Frauen. © Archiv

Eine große Vermisstensuche hat am Sonntag in den frühen Morgenstunden die Rettungskräfte im Isarwinkel beschäftigt. Der Einsatz nahm ein glückliches Ende – doch die Aktion wäre vermeidbar gewesen.

Jachenau - Folgendes war passiert: Um 3 Uhr morgens meldete sich am Sonntag eine besorgte Mutter bei der Tölzer Polizeiinspektion. Sie berichtete, dass ihre Tochter (27) am Samstag mit einer Freundin (34) zum Wandern in die Jachenau gefahren sei. Um 21 Uhr hatte ihre Tochter sie angerufen und berichtet, dass sie sich in den Bergen verlaufen hätten.

Danach war kein Kontakt mehr zustande gekommen, schilderte die Mutter in großer Sorge der Polizei. Die beiden Freundinnen stammen aus den Bereichen Schrobenhausen sowie Neuburg an der Donau.

Große Vermisstensuche bei Bad Tölz: Mutter in Sorge - und verständigt Polizei

Bei der Tölzer Polizei ging sofort die Alarmierungskette los. Auch die Beamten aus Mittenwald wurden um Hilfe gebeten. Eine Mittenwalder Streife fuhr in die Jachenau, um das Auto der Frauen zu lokalisieren. Außerdem wurden die Bergwacht Lenggries und die Feuerwehr Jachenau alarmiert.

40 Ehrenamtliche von der Bergwacht, so berichtet Einsatzleiter Tobias Stevens von der Bergwacht, beteiligten sich an der Suche. Aufgeteilt in mehrere Gruppen und mit verschiedenen Fahrzeugen, suchten sie das große Gebiet im Bereich Glaswand, Staffelalm und Rabenkopf ab. Unterstützt wurden sie dabei von Mitgliedern der Jachenauer Feuerwehr.

Vermisstensuche in der Jachenau: Auch Suchtrupps mit Hunden sollten geholt werden

Ein Hubschrauber, der hinzugezogen werden sollte, konnte wegen Nebels am Abflugort aber nicht starten. „Eine telefonische Kontaktaufnahme mit den beiden Frauen war leider nicht möglich“, berichtet Stevens. In den Morgenstunden wurde dann das weitere Vorgehen beraten – man wollte Suchtrupps mit Hunden und einen Hubschrauber kommen lassen.

Um 7.15 Uhr kam jedoch die erlösende Nachricht: Die Vermissten hatten sich wieder bei der Mutter gemeldet und mitgeteilt, dass sie die vergangenen Stunden in einem Hotel in Kochel verbracht hatten. Die beiden Frauen wurden anschließend „eindringlich belehrt“, heißt es im Pressebericht der Polizei. Derzeit wird geprüft, ob die beiden Frauen eventuell entstandene Kosten des Sucheinsatzes übernehmen müssen.  

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