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Rund 1,5 Kilometer ist das geplante Teilstück des Radwegs lang. Langfristig geplant ist eine Verbindung bis Lenggries. 

Jachenauer Radweg: Jetzt geht's in die Grundstücksverhandlungen

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Jachenau – Jetzt wird es ernst: Die Gemeinde Jachenau steigt in die Grundstücksverhandlungen für den Radweg bis Lenggries ein.

Konkret geht es um das rund 1,5 Kilometer lange Teilstück zwischen der Schule und den Ortsteilen Bäcker beziehungsweise Niggeln. Am Dienstag segnete der Gemeinderat gegen die Stimme von Korbinian Oswald den Planentwurf ab.

Man habe verschiedene Alternativen geprüft, sagte Bürgermeister Georg Riesch in der Sitzung. Selbst über eine Bachverlegung sei gesprochen worden, um die Route zu optimieren. „Aber die Verlegung ist undurchführbar.“ Die nun gewählte Streckenführung sieht folgendermaßen aus: An der Schule beginnend zweigt der Weg Richtung Erbhof ab, führt am Sportplatz entlang und quert mit einer Brücke die Jachen. Das macht der Weg einige hundert Meter weiter noch einmal, um dann wieder auf der nördlichen Seite des Flusses zu verlaufen. Weiter geht es südlich am neuen Baugebiet Friedlweide entlang, bis der Weg an der Brücke in Niggeln in die Gemeindestraße mündet. Wichtig sei, dass der Weg „immer unterhalb des momentanen Geländeniveaus verlaufe, damit wir keine Dammwirkung habe“, sagte Riesch. Alles andere könnte sonst zu einer Verschärfung der Hochwasserproblematik führen.

„Jetzt haben wir eine ziemlich konkrete Planung, jetzt wissen wir auch, was wir an Grundstücken brauchen“, sagt der Rathauschef auf Anfrage. „Wir machen aber nichts über die Köpfe der Grundstücksbesitzer hinweg“, sicherte er in der Sitzung zu. „Mit dieser Trasse gehen wir in die Verhandlungen.“

Nicht anfreunden wollte sich Korbinian Oswald mit der Wegführung. „Das ist jetzt die dritte Variante, die ich sehe, und es gefällt mir immer schlechter.“ Daher werde er auch dagegen stimmen. Der Rest des Gremiums teilte seine Meinung nicht.

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