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Auf den Scharnitz-Almen drehte Joseph Vilsmaier 2007 Szenen für den „Brandner Kaspar“

Regisseur und Kameramann gestorben 

Vilsmaier und seine Liebe zum Isarwinkel

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Der Regisseur und Kameramann Joseph Vilsmaier ist am Dienstagnachmittag verstorben. Für seinen Erfolgs-Kinofilm „Der Brandner Kaspar und das ewige Leben“ zog es ihn oft ins Tölzer Land. 

Jachenau – Regisseur und Kameramann Joseph Vilsmaier (bekannt durch Herbstmilch, Comedian Harmonists) ist am Dienstag im Alter von 81 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. Für einige Szenen seines Films „Der Brandner Kaspar und das ewige Leben“ zog es die Münchner Regiegröße 2007 auch in den Landkreis. Das Freilichtmuseum Glentleiten diente als Schauplatz für den Erfolgs-Kinofilm – ebenso wie die Scharnitz-Almen in der Jachenau. Sie wurden dafür aufwendig zum „Brandnerhaus“ umgebaut.

Scharnitz-Almen wurden  zum „Brandnerhaus“ umgebaut 

Im Film wohnt dort der Brandner Kaspar, der vom „Boandlkramer“ in den Himmel geholt werden soll. Mit Kirschgeist macht er den Tod betrunken und ringt ihm weitere Lebensjahre ab. Dass gerade der Isarwinkel für diese bekannten Szenen diente, war kein Zufall. Vilsmaier kannte die Gegend sehr gut. Als 15-Jähriger habe er in Lenggries seine erste Freundin gehabt, erzählte er 2007 in einem Interview mit unserer Zeitung. „Ich kenne die Gegend ganz genau, das Brauneck, die Achselköpfe, da war ich schon oft droben“, sagte er damals. „Das sind meine Lieblingsberge.“

Vilsmaiers erste Freundin war aus Lenggries 

Die fünf Almen unterhalb der Benediktenwand seien „die optimale Kulisse“, gewesen, sagte Vilsmaier 2008 in einem Kurier-Interview zum Kinostart des Film. „Ehrlich gesagt, habe ich mich in die Gegend da oben sofort verliebt. Zudem war das Landratsamt sehr entgegenkommend und hat uns rasch die notwendigen Genehmigungen ausgestellt. Und das Forstamt hat geholfen, dass wir viele Jäger und Förster als Statisten bekommen haben.“ 

Regisseur und Kameramann Joseph Vilsmaier

Die Komparsen habe er ein paar Monate später „nochmal nach Vorderriß zum Essen eingeladen. Mit diesen netten Menschen zusammenzuarbeiten, war für mich die reinste Lebensfreude.“

Vilsmaier war begeistert von den Komparsen aus der Region 

Keine drei Wochen ist es her, da stand Vilsmaier noch hinter der Kamera und erteilte Regieanweisungen für die romantische Fortsetzung der lockeren G’schichte über den Tod: „Der Boandlkramer und die ewige Liebe“. Gedreht wurde dafür unter anderem im Nachbarlandkreis Garmisch-Partenkirchen. Den personifizierten Tod spielt darin wieder Michael „Bully“ Herbig. Auf Instagram postet er ein Set-Foto. Es zeigt ihn als Boandlkramer und Vilsmaier. Dazu schreibt er: „Joseph, mein lieber Freund, ich werde Dich so sehr vermissen. Dieser Abschied tut unglaublich weh.“  

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