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Sie wollen für die „Unabhängigen“ in den Gemeinderat einziehen (vorne, v. li.): Martin Danner, Dennis Kschömin, Eugenie Grünwald, Jost Gudelius jun., Josef Orterer, Sepp Danner sowie (hinten, v. li.) Christoph Hartl, Stefan Müller, Florian Hartl, Anton Öttl jun., Josef Lederer und Andi Merk. 

Nominierung

Kommunalwahl 2020: Unabhängige in Jachenau mit 14 Kandidaten

  • Andreas Steppan
    vonAndreas Steppan
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Die Unabhängige Wählergemeinschaft Jachenau nominiert 14 Kandidaten für den Gemeinderat - darunter zwei, die früher für die andere Fraktion in dem Gremium saßen. 

Jachenau – Bei der Kommunalwahl tritt in der Jachenau mit Klaus Rauchenberger zwar nur ein Bürgermeister-Kandidat an – dafür haben die Bürger die Auswahl zwischen Gemeinderatskandidaten von zwei verschiedenen Listen: Eine Woche nach der Freien Wählergemeinschaft (FWG) hat am Freitagabend auch die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) ihre Bewerber nominiert.

Bislang stellt die UWG genau wie die FWG vier Gemeinderäte. Auch wenn davon Rudi Tiefenbrunner und Peter Krauß nicht mehr zur Verfügung stehen, gibt es auf der UWG-Liste doch wieder vier Kandidaten mit Gemeinderats-Erfahrung.

Zwei Ex-FWG-Gemeinderäte treten heuer für die UWG an

Neben Jost Gudelius jun., der auf den ersten Listenplatz gewählt wurde, und Eugenie Grünwald – sie folgt als einzige Frau direkt dahinter – stellen sich nämlich auch Sepp Danner und Josef Orterer wieder zur Wahl. Beide gehörten dem Gemeinderat bereits von 2008 bis 2014 an, damals allerdings noch in der FWG-Fraktion von Bürgermeister Georg Riesch. Bei der Kommunalwahl 2014 kandidierten sie nicht mehr – und treten nun auf der UWG-Liste erneut an.

Gemeinderats-Kandidaten der UWG Jachenau: „Alle Berufsstände vertreten“

Dass in der Jachenau reges Interesse an der Kommunalpolitik herrscht, zeigte sich daran, dass auch diese zweite Nominierungsversammlung im „Schützenhaus“ wieder gut besucht war. Gekommen waren etwa 55 Interessierte. Davon trugen sich 41 auf die Liste der Wahlberechtigten ein. Fritz Hartl, der die Unabhängige Wählergemeinschaft 1972 als Gegenpol zur FWG aus der Taufe gehoben hatte, erinnerte als Versammlungsleiter im „Schützenhaus“ an diese Anfänge. Er las die Berufe der Kandidaten vor, die 1972 antraten: Waldarbeiter, Busfahrer, Holzbildhauer, Installateur, Landwirte: „Da waren alle Berufsstände mit drauf – sehr ausgewogen, und so ist es bis heute geblieben.“

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In Gemeinden unter 3000 Einwohnern können auf einer Liste doppelt so viele Kandidaten nominiert werden, wie im Gemeinderat sitzen – in der Jachenau also 16. Die UWG hatte im Vorfeld 13 Bewerber zusammengetrommelt. Als 14. stellte sich in der Versammlung spontan noch Anton Öttl. jun. zur Verfügung. Die meisten Kandidaten setzten zu Recht voraus, dass sie allgemein bekannt seien. Es stellten sich aber auch einige relative Neu-Jachenauer vor – etwa Dennis Kschömin, der zusammen mit Ruth Pointner demnächst ein Therapie- und Seminarzentrum im ehemaligen Rathaus eröffnen will.

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