Kommunalwahl 2020: Wackersberg und Jachenau brauchen neue Bürgermeister
+
Fürs Jachenauer Rathaus wird im kommenden Jahr ein neuer Chef gesucht.

Amtsinhaber kandidieren nicht mehr

Wackersberg und Jachenau brauchen neue Bürgermeister

  • Melina Staar
    VonMelina Staar
    schließen
  • Andreas Steppan
    Andreas Steppan
    schließen

Gleich zwei Isarwinkler Bürgermeister haben am Sonntag angekündigt, bei der Kommunalwahl im Frühjahr 2020 nicht mehr anzutreten. Einer wurde ungewohnt emotional.

Wackersberg/Jachenau – Gleich zwei Isarwinkler Bürgermeister haben am Sonntag erklärt, bei der Kommunalwahl im Frühjahr 2020 nicht mehr anzutreten. Entsprechende Erklärungen gaben in ihrer jeweiligen Bürgerversammlung Alois Bauer in Wackersberg und Georg Riesch in der Jachenau ab.

„Wenn man das Glück hat, dass man das machen darf, was man gerne macht, dann tut es weh, wenn man aufhört.“ So begann Wackersbergs Bürgermeister Alois Bauer am Sonntag in der Bürgerversammlung seine Schlussworte. „Ich habe mich dazu durchgerungen, bei den nächsten Kommunalwahlen nicht mehr zu kandidieren.“ 

Lesen Sie auch: Kinder sollen Weg zur Grundschule Wackersberg zu Fuß meistern

Die Entscheidung habe er gemeinsam mit seiner Familie getroffen. Mit einer ungewohnten Emotionalität bedankte sich Bauer bei seiner Frau, „die mich immer machen hat lassen, was ich wollte. Aber jetzt ist es Zeit für mich, einen anderen Weg einzuschlagen“. Wenn er aufhöre, habe er das Renteneintrittsalter erreicht.

Alois Bauer

Seit 1990 ist Alois Bauer Mitglied des Gemeinderats, von 1996 bis 2008 war er Zweiter Bürgermeister, ab 2008 dann Erster Bürgermeister.

Es sei eine schöne, erfüllende Zeit gewesen. Dass es bei Themen wie der Längentalstraße auch mal heißer hergehe, „spornt mich an“. Die noch bleibenden 13 Monate gebe es einiges zu tun. „Aber ich denke, dann ist ein guter Zeitpunkt aufzuhören.“ Bislang hat noch kein möglicher Nachfolger seinen Hut in den Ring geworfen.

Dasselbe gilt für die Jachenau, wo Georg Riesch kommendes Jahr nach zwei Perioden aus dem Amt scheiden wird. „Ich werde 2020 nicht mehr kandidieren“, sagte er zum Schluss der Bürgerversammlung vor rund 80 Zuhörern im „Schützenwirt“. „Ich werde kommendes Jahr 64 – bis zum Ende der nächsten Amtszeit wäre ich dann 70“, begründete er seinen Entschluss.

Lesen Sie auch: Altes Jachenauer Rathaus: Geburtsvorbereitung statt Gemeinderatssitzungen

Georg Riesch

„Ich glaube, nach 40 Jahren ehrenamtlichem Engagement, davon 30 in führender Position, langt es“, erklärte Riesch. Er war viele Jahre Kommandant der Jachenauer Feuerwehr, gehörte dem Gemeinderat seit 2002 an und wurde 2008 als Nachfolger von Kaspar Danner zum Bürgermeister gewählt. Jetzt sei es Zeit für frischen Wind und neue Ideen im Rathaus. Für die laufenden und anstehenden Projekte werde er sich aber bis zum Ende seiner Amtszeit „voll einsetzen“, versprach Riesch. 

Auch interessant: CSU Reichersbeuern: Kein eigener Bürgermeister-Kandidat

Auch interessant

Kommentare