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Kaum noch ein Durchkommen: An schönen Tagen sah es am Walchensee-Südufer auch schon einmal so aus. 

Verkehrssituation am Walchensee-Südufer

Kreativität beim Parken

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Jachenau - Parkchaos am Walchensee-Südufer: Diese Meldung gab es vor einigen Jahren jedes Mal, wenn ein sonniges Wochenende die Badegäste in Scharen anlockte.  Mittlerweile hat sich die Lage merklich entspannt.

460 Strafzettel an einem Wochenende: Diesen Rekord verzeichnete der Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit vor fast genau einem Jahr an zwei heißen Juli-Tagen am Walchensee-Südufer. Von einer derartigen Häufung an Verstößen kann heuer noch keine Rede sein. Für dieses Wochenende, das wieder Badetemperaturen verspricht, rüsten sich die Kontrolleure aber für den nächsten Einsatz.

Seit 2011 ist der Tölzer Zweckverband im Auftrag der Gemeinde Jachenau am Walchensee-Südufer unterwegs. Im heißen Sommer des vergangenen Jahres kamen insgesamt 70 Überwachungsstunden und 1000 Knöllchen wegen Falschparkens zusammen. „Heuer waren wir zwar auch schon an einigen Wochenenden vor Ort, aber weil der Sommer bisher nicht so toll war, war das Verkehrsaufkommen relativ gering“, sagt Thorsten Preßler, der Chef des Außendienstes beim Zweckverband.

Zusätzliche Parkmöglichkeiten sorgen für Entspannung

Dieses Wochenende seien wieder Kontrolleure vor Ort. „Wir stellen uns so gut wir können flexibel auf das Wetter ein“, sagt Preßler. Eigentlich würden die Einsatzpläne immer für einen Monat im Voraus festgelegt. „Aber wenn es regnet, fahren wir natürlich nicht an den Walchensee.“ Umgekehrt bemühe man sich an den heißen Spitzen-Wochenenden, vor Ort zu sein.

Alles in allem habe sich die Parksituation zwischen Einsiedl und Niedernach in den vergangenen Jahren deutlich verbessert, so Preßlers Eindruck. „Dazu haben eine Reihe von Maßnahmen beigetragen“, sagt er. „Die Beschilderung verdeutlicht jetzt besser, dass man sein Auto nicht einfach mitten in den Wald stellen kann, weil das Naturschutzgebiet ist.“ Auch seien zusätzliche Parkmöglichkeiten geschaffen worden. „Grundsätzlich stehen durchaus viele Parkplätze zur Verfügung“, sagt Preßler. An den heißen Wochenenden stoße das Gebiet freilich an Grenzen. Das Hauptproblem sei, „dass viele Badegäste nicht in Kauf nehmen, dass sie ein paar Minuten gehen müssen“. Viele parken Preßler zufolge am liebsten in Sichtweite der schönsten Badeplätze, um ihr Auto im Auge zu behalten und im Bedarfsfall schnell etwas aus dem Wagen holen zu können. Um um das zu erreichen, „werden sie teilweise sehr kreativ“.

Neu: Teil der Maut wird zurückerstattet

Zur Entspannung der Lage leiste freilich auch die Kontrolltätigkeit des Zweckverbands einen wichtigen Beitrag. „Dort, wo keine Kontrolle stattfindet, hält man sich auch nicht so stark an die Regeln.“ Dass den Parküberwachern auch manchmal unfreundliche Reaktionen entgegenschlagen, dafür seien sie geschult. „Es ist ja klar, dass keiner froh ist, wenn er einen Strafzettel bekommt“, sagt Preßler. „Aber das ist am Walchensee auch nicht anders als an anderen Örtlichkeiten.“

Zufrieden zeigt sich auch der Jachenauer Bürgermeister Georg Riesch mit der Park-Situation am Südufer. „Es ist in den vergangenen Jahren besser geworden“, sagt er. „Eng wird es nur an den paar Tagen im Jahr, an denen alles zum Baden fährt. Aber mit etwas Rücksichtnahme und Verständnis klappt es schon.“

Gut angenommen werde eine heuer eingeführte Neuerung: Die Gemeinde erstattet Urlaubern einen Teil der Maut zurück. Vier Euro erhebt der Forstbetrieb für jeden Pkw, der die Straße zwischen Einsiedl und Niedernach befährt. Davon können sich Gästekarten-Inhaber einen Euro von der Gemeinde wiederholen. Riesch: „Das schätzen die Leute sehr.“

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